Drei Punkte an alter Wirkungsstätte: BVB-Verteidiger Waldemar Anton
Von David Scheu
Überraschend kam es nicht wirklich. Wie in den vergangenen Aufeinandertreffen zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund hallten auch am Samstag gellende Pfiffe durch das Stadion, wann immer BVB-Innenverteidiger Waldemar Anton an den Ball kam. Teile des Stuttgarter Publikums haben dem früheren VfB-Kapitän seinen Wechsel vor mehr als zwei Jahren nach vorherigen Treuebekenntnissen noch immer nicht verziehen, was sie anhaltend lautstark artikulierten.
Anton selbst nahm das Ganze gelassen. Zum einen konnte er am Ende einen 1:0-Auswärtssieg verbuchen, zum anderen zeigte er sich äußerlich unbeeindruckt und lieferte eine stabile Leistung gegen den VfB-Sturm um Ermedin Demirovic und Deniz Undav. „Es ist ein bisschen Tradition hier geworden“, sagte der Dortmunder Verteidiger im Anschluss, „deswegen ist das völlig in Ordnung. Ich ziehe daraus Energie.“
Seine Zeit in Stuttgart bis 2024 ist ihm dessen ungeachtet in positiver Erinnerung. „Ich bin dem VfB trotzdem sehr dankbar, was ich die vier Jahre erleben durfte. Ich wünsche ihnen alles Gute. Und damit ist das Thema für mich dann auch erledigt.“ Für den VfB absolvierte der heute 30-Jährige zwischen 2020 und 2024 insgesamt 141 Pflichtspiele, in seinem letzten Jahr in Stuttgart wurde er mit der Mannschaft als Kapitän Vizemeister.