Spanien

Alarm wegen Massen angeschwemmter Plastikkügelchen

Die Behörden im spanischen Asturien und Galicien haben die Alarmstufe zwei ihrer Umweltnotfallpläne ausgerufen. Grund sind massenhaft an den Stränden angeschwemmter Plastikkügelchen. Was dahinter steckt.

Freiwillige sammeln Plastikpellets am Strand von Panxon.

© dpa/Javier Vazquez

Freiwillige sammeln Plastikpellets am Strand von Panxon.

Von red/dpa

Wegen massenhaft an den Stränden angeschwemmter Plastikkügelchen haben die Behörden im spanischen Asturien und Galicien die Alarmstufe zwei ihrer Umweltnotfallpläne ausgerufen. Damit ist es möglich, die Zentralregierung um Hilfe bei der Säuberung der Strände zu bitten, wie die Zeitung „La Voz de Galicia“ am Mittwoch berichtete.

Die knapp linsengroßen weißen Kügelchen, sogenannte Pellets, dienen zur Herstellung von Plastikteilen. Sie gelangten ins Meer, als im Dezember bei einem Frachtschiff im Sturm mehrere Container über Bord gingen, in denen unter anderem etwa 25 Tonnen der Kügelchen transportiert wurden. Die Pellets waren in Plastiksäcke verpackt, die im Meer aufrissen. Die Strömung schwemmte sie an die Strände Nordspaniens.

Zahlreiche freiwillige Helfer bemühen sich seit Tagen, die Strände zu säubern

Die Reederei Maersk bestätigte, dass das gecharterte Schiff „Toconao“ am 8. Dezember auf dem Weg nach Rotterdam sechs Maersk-Container vor der galicischen Küste verloren habe. Der Vorfall sei sofort den spanischen und portugiesischen Küstenwachen gemeldet worden, teilte ein Maersk-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Schiffseigentümer hätten bereits Spezialfirmen damit beauftragt, beim Entfernen der Pellets zu helfen. Zur Ursache des Containerverlusts liefen weiterhin Untersuchungen.

Zahlreiche freiwillige Helfer bemühen sich seit Tagen, die Strände in mühsamer Handarbeit mit Hilfe von Besen, Rechen, Schaufeln und Haushaltssieben zu säubern. Umweltschützer warnten vor der Gefahr, dass das Plastik in die Nahrungskette gelangen kann, wenn es mit der Zeit zu Mikroplastik zerfällt und von Pflanzen und Tieren aufgenommen wird.

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Erstellt:
11. Januar 2024, 19:38 Uhr

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