Börse in Frankfurt

Dax stabilisiert sich vor US-Inflationsdaten

Schwache Industriedaten aus Deutschland haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder etwas vorsichtiger gestimmt. Dem Dax, der tags zuvor über 16.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

© Fredrik von Erichsen/dpa

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Von dpa

Frankfurt/Main - Schwache Industriedaten aus Deutschland haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder etwas vorsichtiger gestimmt. Dem Dax, der tags zuvor über 16.700 Punkten geschlossen hatte, fehlte am Dienstag der Schwung. Letztlich ging der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,17 Prozent auf 16.688,36 Zähler aus dem Tag. Angesichts der neuerlichen Schwäche der US-Börsen ist dies allerdings durchaus bemerkenswert.

Der MDax der mittelgroßen Werte ging mit plus 0,03 Prozent auf 26.323,90 Punkten aus dem Tag. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,41 Prozent auf 4467,17 Punkte und auch in Paris und London wurden leichte Verluste verzeichnet. In den USA gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,5 Prozent nach. Die Nasdaq-Indizes erholten sich nach einem schwachen Start deutlicher und zeigten sich zuletzt am Vortagesschluss.

Die deutlichsten Aktienbewegungen an diesem Dienstag waren vor allem studiengetrieben, mit Ausnahme von Covestro. Das Papier des Kunststoffherstellers ging am Nachmittag kurzzeitig kräftig auf Berg- und Talfahrt, bevor es mit 1,0 Prozent tiefer schloss. Händler verwiesen auf Spekulationen auf der Finanz-Website "Betaville". Unter dem Schlagwort "Uncooked Alert", unter dem Marktgerüchte weitergegeben werden, wurde dort berichtet, dass die Übernahmeverhandlungen mit dem arabischen Ölkonzern Adnoc wohl "nicht so gut wie erwartet" liefen.

Ansonsten stachen im Dax BASF mit einem Verlust von 2,7 Prozent auf 45,51 Euro heraus. Sie wurden von einer negativen Analystenstudie belastet. Bernstein-Analyst Gunter Zechmann hält den Aktienkurs des Chemieunternehmens für zu hoch. Im MDax ging es für Kion um 3,3 Prozent nach oben. Das Analysehaus Jefferies zählt die Titel des Gabelstaplerherstellers und Spezialisten für Lagerhaustechnik im Jahr 2024 zu seinen Favoriten. Jungheinrich verbuchten am Dienstag Kursgewinne von 2,4 Prozent.

DWS, von der US-Bank Goldman Sachs nun zum Kauf empfohlen, gewannen im Nebenwerte-Index SDax 0,9 Prozent. Die Fondstochter der Deutschen Bank verfüge über ein starkes Angebot in den Bereichen passives Investieren und alternative Investments.

Wacker Neuson gaben um 3,4 Prozent nach. Jefferies-Analyst Martin Comtesse kassierte seine Kaufempfehlung für die Aktie. Er rechnet mit einem Überangebot auf den europäischen Absatzmärkten im Bereich Landwirtschaft und Bau. Das Jahr 2024 dürfte daher für den Baumaschinenhersteller schwierig werden. Morphosys als Schlusslicht im SDax litten mit minus 8,5 Prozent weiter unter Gewinnmitnahmen.

Der Euro gab zum US-Dollar nach und wurde am späten Nachmittag mit 1,0934 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0940 (Montag: 1,0946) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9140 (0,9135) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,18 Prozent am Vortag auf 2,21 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,11 Prozent auf 126,24 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,34 Prozent auf 135,38 Punkte.

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Erstellt:
9. Januar 2024, 09:40 Uhr
Aktualisiert:
9. Januar 2024, 18:36 Uhr

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