Terrorismus

Der Anschlag gehört zum Adventskalender

Kommentar: Bevor eszu spät ist Ohne die Terrorhinweise ausländischer Nachrichtendienste scheinen die deutschen Sicherheitsbehörden sehbehindert zu sein. Zeit, dass sich nach Jahrzehnten endlich etwas ändert, kommentiert Franz Feyder.

Anti-Terror-Barrikade am Stuttgarter Weihnachtsmarkt: Ohne ausländische Nachrichtendienste Deutschland im Blindflug.Anti-Terror-Barrikade am Stuttgarter Weihnachtsmarkt: Ohne ausländische Nachrichtendienste Deutschland im Blindflug.

© LICHTGUT/Max Kovalenko

Anti-Terror-Barrikade am Stuttgarter Weihnachtsmarkt: Ohne ausländische Nachrichtendienste Deutschland im Blindflug.Anti-Terror-Barrikade am Stuttgarter Weihnachtsmarkt: Ohne ausländische Nachrichtendienste Deutschland im Blindflug.

Von Franz Feyder

Stuttgart. - Ein deutsch-afghanischer und ein tschetschenischer Teenager wollen mit einem Lastwagen in Leverkusen in eine Gruppe von Weihnachtsmarktbesuchern fahren. Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, warnt, es sei die „Anschlagsgefahr so hoch wie lange nicht mehr“. Weihnachtszeit in Deutschland.

Inzwischen gehört die erhöhte Terrorgefahr in diese Zeit wie der Adventskalender. Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten werden erhöht. Den Sicherheitsbehörden liegen zwar keine konkreten Hinweise auf einen Anschlag vor, ihre Analysten bewerten aber – aktuell – die Gefahr hoch, dass Attentate verübt werden könnten. Wegen der Lage in Israel, der Ukraine und wegen der Aktivitäten islamistisch motivierter Terrorgruppen wie rechtsextremer Vereinigungen.

Der Hinweis auf die beiden Terror-Teenager kam wieder von einem ausländischen Nachrichtendienst. Kaum eine Terrorgruppe, kaum ein Anschlagsplan, dem deutsche Sicherheitsbehörden selbst auf die Spur kamen. Das zeigt, wie gut Deutschland international vernetzt ist. Aber auch, dass in der deutschen Sicherheitsarchitektur etwas nicht stimmt – und dass nichts daran verändert wird. Seit Jahrzehnten! Seit dem Hamas-Angriff rücken noch stärker Menschen und Einrichtungen ins Fadenkreuz von Terroristen, die völkerrechtlich geschützt sind. Sich damit auseinanderzusetzen ist in diesen Zeiten oberste Pflicht. Bevor es zu spät ist.

Stuttgart. - Ein deutsch-afghanischer und ein tschetschenischer Teenager wollen mit einen Lastwagen in Leverkusen in eine Gruppe von Weihnachtsmarktbesuchern fahren. Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, warnt, es sei die „Anschlagsgefahr so hoch wie lange nicht mehr“. Weihnachtszeit in Deutschland. In diese Zeit gehört inzwischen die erhöhte Terrorgefahr wie der Adventskalender. Sicherheitsvorkehrungen auf einigen Weihnachtsmärkten werden erhöht. Den Sicherheitsbehörden liegen zwar keine konkreten Hinweise auf einen Anschlag vor, ihre Analysten bewerten aber vor dem Hintergrund der Lage in Israel, der Ukraine, islamisch motivierter Terrorgruppen wie rechtsextremer Vereinigungen die Gefahr hoch, dass Attentate verübt werden könnten.

Der Hinweis auf die Terrorteenager kam wieder von einem ausländischen Nachrichtendienst. Kaum eine Terrorgruppe, kaum ein Anschlagsplan, dem deutsche Sicherheitsbehörden selbst auf die Spur kamen. Das zeigt, wie gut Deutschland international vernetzt ist. Aber auch, dass in der deutschen Sicherheitsarchitektur etwas nicht stimmt. Das muss sich ändern. Bevor es zu spät ist.

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Erstellt:
1. Dezember 2023, 22:06 Uhr
Aktualisiert:
2. Dezember 2023, 20:06 Uhr

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