„Ein unbeschreibliches Glücksgefühl“

Max Herwerth vom VfB Stuttgart blickt zurück auf den Titelgewinn bei der U-17-Weltmeisterschaft mit dem deutschen Team.

Von David Scheu

Stuttgart - Hinter Max Herwerth liegen aufregende Wochen. Der Youngster des VfB Stuttgart hat sich mit der deutschen U-17-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Indonesien ins Rampenlicht gespielt und bejubelte dort letztlich sogar den Titel durch einen 4:3-Finalsieg über Frankreich im Elfmeterschießen. Nun ist der Verteidiger wieder zurück in Deutschland – und spricht über den Jetlag nach dem Rückflug, das Erfolgsgeheimnis der DFB-Junioren sowie seinen Bundesliga-Traum.

Herr Herwerth, wie viel haben Sie in den vergangenen Tagen eigentlich geschlafen?

Echt wenig. In der Nacht nach dem WM-Sieg überhaupt nicht, auf dem Heimflug dann ein bisschen. Nach dem Rückflug kam zum Jetlag auch die Temperaturumstellung – in Indonesien hatte es gut 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb waren wir alle entsprechend müde, als wir in Frankfurt angekommen sind. Ich bin auch ehrlich gesagt noch gar nicht dazu gekommen, alle Glückwünsche zu beantworten, und werde mich da in den nächsten Tagen durcharbeiten.

Steht schon fest, welchen Platz Ihre Goldmedaille bekommt?

Tatsächlich nicht, da bin ich noch am Überlegen. Es ist etwas ganz Besonderes, sie um den Hals hängen zu haben.

Was war aus Ihrer Sicht der Schlüssel für den Turniersieg?

Das Team. Wir haben als Gruppe super funktioniert, jeder hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Sonst hätten wir nicht nach Rückständen und Gegentoren zurückkommen können. Ich habe zum Beispiel meine Mitspieler vor dem Turnier nur flüchtig aus einem Lehrgang gekannt, bin aber sofort sehr herzlich aufgenommen worden. Das sagt viel aus.

Sie sind oft als Einwechselspieler in der Schlussphase zum Einsatz gekommen, hatten dann aber wichtige defensive Aktionen.

Ich habe einfach versucht, aus jeder einzelnen Minute das Maximum rauszuholen und der Mannschaft so bestmöglich zu helfen. Dass es dann für einen Einsatz im Finale gereicht hat und dass wir den Titel im Elfmeterschießen gewinnen, war Wahnsinn. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?

Ich möchte Profi werden, das ist mein großes Ziel. Wenn man in einem Nachwuchsleistungszentrum in einer U 19 spielt, will man den Sprung am Ende auch schaffen. Mir ist aber bewusst, dass ich mich dafür Schritt für Schritt weiterentwickeln muss im täglichen Training. Wenn ich für den VfB eines Tages in der Bundesliga spielen dürfte, wäre das ein Traum.

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Erstellt:
5. Dezember 2023, 22:08 Uhr
Aktualisiert:
6. Dezember 2023, 21:54 Uhr

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