Konflikte

Großbritannien: Luftwaffe flog gezielte Angriffe auf Huthi

Seit Beginn des Gaza-Kriegs greifen Huthi-Rebellen Schiffe im Roten Meer an. Nun haben die USA und Großbritannien mit der Unterstützung von Verbündeten reagiert.

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat "gezielte Angriffe" der britischen Luftwaffe auf militärische Einrichtungen der Huthi-Rebellen im Jemen bestätigt.

© Frank Augstein/AP/dpa

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat "gezielte Angriffe" der britischen Luftwaffe auf militärische Einrichtungen der Huthi-Rebellen im Jemen bestätigt.

Von dpa

London - Der britische Premierminister Rishi Sunak hat "gezielte Angriffe" der britischen Luftwaffe auf militärische Einrichtungen der Huthi-Rebellen im Jemen bestätigt. "Trotz der wiederholten Warnungen der internationalen Gemeinschaft haben die Huthis weiterhin Angriffe im Roten Meer durchgeführt, darunter auch gegen britische und amerikanische Kriegsschiffe, erst diese Woche. Dies kann nicht hingenommen werden", hieß es in einer von der britischen Nachrichtenagentur PA veröffentlichten Erklärung Sunaks.

Daher habe man mit den USA und mit Hilfe der Niederlande, Kanadas und Bahrains "begrenzte, notwendige und verhältnismäßige Maßnahmen zur Selbstverteidigung" ergriffen. Kurz zuvor hatte das Weiße Haus in einer schriftlichen Stellungnahme von US-Präsident Joe Biden mitgeteilt, der Militärschlag sei eine direkte Reaktion auf die beispiellosen Angriffe der Huthi auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer.

Seit Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Sie greifen auch Israel immer wieder direkt mit Drohnen und Raketen an.

Lenkbomben auf Einrichtungen im Nordwesten Jemens abgefeuert

Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, die verbündeten Streitkräfte hätten wichtige Huthi-Einrichtungen identifiziert. Vier Kampfflugzeuge unterstützt von einem Luftbetankungsflugzeug hätten Lenkbomben eingesetzt, um Präzisionsangriffe auf zwei dieser Einrichtungen im Nordwesten des Landes durchzuführen.

Die eine habe zum Starten von Drohnen gedient. Das andere Ziel sei ein Flugplatz gewesen, von dem aus sowohl Marschflugkörper als auch Drohnen in Richtung Rotes Meer abgefeuert worden seien. Die detaillierten Ergebnisse der Angriffe würden derzeit ausgewertet, aber es gebe Anzeichen, dass man den Fähigkeiten der Huthi, die Handelsschifffahrt zu bedrohen, einen Schlag versetzt habe.

Sunak sagte weiter, in den vergangenen Monaten hätten die Huthi eine Reihe von gefährlichen und destabilisierenden Angriffen gegen die Handelsschifffahrt im Roten Meer verübt, eine wichtige Handelsroute empfindlich gestört und die Rohstoffpreise in die Höhe getrieben. "Ihr rücksichtsloses Vorgehen gefährdet Menschenleben auf See und verschlimmert die humanitäre Krise im Jemen." Er forderte die Huthi auf, ihre Angriffe einzustellen und Schritte zur Deeskalation zu unternehmen.

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Erstellt:
12. Januar 2024, 04:06 Uhr

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