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Inflationsrate weiter auf niedrigstem Stand seit Anfang 2018

dpa Wiesbaden. Niedrige Energiepreise halten die Inflation in Deutschland weiter im Zaum. Die Verbraucher freut's. Doch Europas Währungshüter beobachten die Entwicklung mit Sorge.

Verbraucher mussten im November dieses Jahres mehr Geld ausgeben für Nahrungsmittel, die unter dem Strich 1,8 Prozent mehr kosteten als im November 2018. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

Verbraucher mussten im November dieses Jahres mehr Geld ausgeben für Nahrungsmittel, die unter dem Strich 1,8 Prozent mehr kosteten als im November 2018. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

Deutlich gesunkene Energiepreise haben die Inflation in Deutschland auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang 2018 gehalten.

Die Jahresteuerungsrate lag im November wie schon im Vormonat bei 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Die Inflation blieb damit so schwach wie seit Februar 2018 nicht mehr. Auch damals hatte sie 1,1 Prozent betragen.

Haushaltsenergie und Kraftstoffe sind im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent billiger geworden. Vor allem Heizöl kostete deutlich weniger als im Vorjahresmonat, wie aus Daten einiger Bundesländer hervorgeht.

Mehr Geld ausgeben mussten Verbraucher hingegen für Nahrungsmittel, die unter dem Strich 1,8 Prozent mehr kosteten als im November 2018. Die Mieten stiegen um 1,4 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die allgemeinen Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft den Angaben zufolge um 0,8 Prozent.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das kann die Wirtschaft bremsen.

Die EZB hält den Leitzins bereits seit einiger Zeit auf dem Rekordtief von null Prozent, um Konjunkturabkühlung und schwacher Inflation entgegenzuwirken. Der für europäische Vergleichszwecke berechnete Preisindex HVPI für Deutschland, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, lag im November bei 1,2 Prozent.

Im Euroraum war die Jahresinflation nach jüngsten Daten des Statistikamtes Eurostat im Oktober auf 0,7 Prozent gesunken.

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Erstellt:
28. November 2019, 16:37 Uhr

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