Karazor träumt von der EM 2024

Der Stuttgarter wäre sowohl für Deutschland als auch die Türkei spielberechtigt.

Von David Scheu

Stuttgart - In dieser Saison ist bislang ein Profi des VfB Stuttgart zum deutschen Nationalspieler geworden: Flügelstürmer Chris Führich gab im Oktober gegen die USA (3:1) sein Debüt für die DFB-Elf und hat durchaus Chancen auf einen Kaderplatz bei der EM im kommenden Sommer. Damit wäre auch ein Wunsch des Stuttgarter Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle erfüllt, der vor einem Jahr erklärt hatte: „Meine Vision ist, bei der EM 2024 in Deutschland wieder einen VfB-Spieler im deutschen Team zu haben. Das wäre eine tolle Sache.“ Was damals für ein Team im Abstiegskampf noch in weiter Ferne lag, ist mittlerweile beim Tabellendritten ein realistisches Szenario. Denn neben Führich haben sich noch andere Stuttgarter in den Fokus gespielt.

Abwehrchef Waldemar Anton zum Beispiel. Oder Atakan Karazor, der betont: „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als eine EM in meinem Heimatland zu spielen.“ Bei ihm ist die Konstellation aber eine besondere: Karazor wäre sowohl für Deutschland als auch die Türkei spielberechtigt, die ebenfalls bei der EM dabei ist. In seiner Brust schlagen zwei Herzen: „Ich bin in Deutschland aufgewachsen. Aus der Türkei kommt meine Familie, wir waren in meiner Kindheit dort oft im Urlaub. Beide Länder bedeuten mir sehr viel.“ Er könne sich deshalb niemals zwischen ihnen entscheiden: „Ich würde für den Verband spielen, der mich zuerst einlädt.“

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Erstellt:
1. Dezember 2023, 22:08 Uhr
Aktualisiert:
2. Dezember 2023, 20:03 Uhr

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