Nach Mordurteil in Mannheim

Kinder umgebracht – Verteidigung legt Revision ein

Das Landgericht Mannheim hatte eine Mutter wegen zweifachen heimtückischen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Nun hat der Rechtsanwalt der Mutter Revision eingelegt.

Die Frau war kurz vor Weihnachten zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden.

© dpa/Uli Deck

Die Frau war kurz vor Weihnachten zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden.

Von red/dpa/lsw

Im Verfahren um den Doppelmord an ihren beiden Söhnen hat der Rechtsanwalt der Mutter aus Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) Revision eingelegt. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts Mannheim am Dienstag mit. Der Bundesgerichtshof (BGH) soll das Urteil nun also auf Rechtsfehler hin überprüfen.

Das Landgericht hatte die Frau kurz vor Weihnachten zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren wegen zweifachen heimtückischen Mordes verurteilt. Die 44-Jährige hatte nach Überzeugung der Strafkammer am Karsamstag ihre sieben und neun Jahre alten Kinder betäubt und ermordet. Am folgenden Tag schrieb sie der Polizei in einer E-Mail, dass sie etwas Schlimmes getan habe.

Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus beantragt

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 14,5 Jahren gefordert, der Verteidiger auf eine Höchststrafe von zwölf Jahren Haft plädiert. Darüber hinaus beantragte der Rechtsanwalt die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Strafmildernd wirkte sich laut dem Vorsitzenden Richter aus, dass die Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat erheblich vermindert schuldfähig war. Laut einem psychiatrischen Gutachter hat die Frau in Folge einer Hirnblutung eine Persönlichkeitsstörung entwickelt, die Steuerungsfähigkeit sei beeinträchtigt. Auf die Einsichtsfähigkeit habe die Störung aber keinen Einfluss. Der Fachmann hatte sich gegen die Unterbringung in einer Psychiatrie ausgesprochen.

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Erstellt:
2. Januar 2024, 14:48 Uhr

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