Kommentar: Trump schreibt Geschichte

Kommentar: Trump schreibt Geschichte

Von Thomas Spang

Es ist vorbei. Donald Trump hat bei den Vorwahlen der Republikaner Geschichte geschrieben. Er ist der erste Kandidat, der in einem offenen Rennen um die Präsidentschaftsnominierung sowohl in New Hampshire als auch Iowa gewonnen hat.

Mehr noch gelang es ihm, seine Partei davon zu überzeugen, dass es eine gute Idee ist, mit einem in 91 Punkten vor vier Strafgerichten angeklagten Spitzenkandidaten ins Rennen um das Weiße Haus zu ziehen. Die von einer Jury festgestellte Vergewaltigung der Kolumnistin E. Jean Carroll geht dem Kandidaten als Kavaliersdelikt durch. Und sie applaudieren seiner unerträglichen Hetze gegen Flüchtlinge und politisch Andersdenkende.

Sein Durchmarsch zur Nominierung wird kaum mehr zu stoppen sein. New Hampshire war die letzte Chance dazu. Egal, um wie viel besser Nikki Haley abgeschnitten hat, als es die Umfragen erwarten ließen. Auch ihr Durchhaltewillen ändert mit Blick in den weiteren Wahlkalender nichts an den trüben Aussichten.

Haley bleibt zwar ein Stachel im Fleisch des Narzissten Trump. Aus eigener Kraft kann sie seine Nominierung jedoch nicht verhindern. Ihre Kandidatur lebt von der Hoffnung, dass Trump stolpert und sie zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist. Andernfalls ist das Rennen um die Nominierung nach dem Doppelschlag von Iowa und New Hampshire gelaufen.

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Erstellt:
24. Januar 2024, 22:12 Uhr
Aktualisiert:
25. Januar 2024, 22:02 Uhr

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