Transfers für die Zukunft

Während der VfB mit(23) vom SC Freiburg bereits sehr weit ist, ist bei Justin Diehl (19) vom 1. FC Köln Geduld gefragt.

Justin Diehl soll zum VfB Stuttgart wechseln.

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Justin Diehl soll zum VfB Stuttgart wechseln.

Von Philipp Maisel

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat bereits zwei Neuzugänge für die kommende Saison an der Angel. Mit Yannik Keitel (23) ist man schon sehr weit. Der Breisacher, beim SC Freiburg von Kindesbeinen an ausgebildet, hat den obligatorischen Medizincheck absolviert und wird sich dem Club mit dem Brustring aller Voraussicht nach im Sommer anschließen. Ein ablösefreier Wechsel.

In diese Kategorie soll auch ein weiterer gehören – Justin Diehl (19) steht ganz oben auf der Liste des Fußball-Bundesligisten. Der Flügelstürmer mit ghanaischen Wurzeln ist in den vergangenen Monaten zu einem Politikum beim 1. FC Köln geworden. Da er seine Wechselabsichten bereits im letzten Jahr kommunizierte, wurde er ins zweite Team verbannt. Für dieses verbuchte er in der Regionalliga West zwölf Tore und neun Vorlagen in 19 Spielen. In der Winterpause wurde er begnadigt.

Diehl wurde zuletzt zweimal in der Bundesliga eingewechselt und soll seinen Vertrag in Köln verlängern. Er hat jedoch intern nach Informationen unserer Redaktion noch einmal deutlich gemacht, dass ein Verbleib über den Sommer hinaus für ihn keine Option darstellt. Die Frage ist also nicht, ob Diehl wechselt, sondern nur wohin. Auch Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim sollen sehr interessiert an ihm sein.

Der VfB hat mittlerweile ein attraktives Vertragsangebot hinterlegt. Derjenige, der einst in Köln Diehls nun auslaufenden Vertrag aufgesetzt hat, sitzt jetzt in Stuttgart am Verhandlungstisch. Alexander Wehrle, der Vorstandsvorsitzende des VfB und davor beim FC tätig, könnte eine entscheidende Rolle in der Personalie einnehmen. VfB-intern schätzt man Diehl sogar so hoch ein, dass er für die kommende Saison eine Soforthilfe darstellen könnte, die nicht noch extra aufgebaut werden müsste. Doch weitere Vorstöße soll es erst einmal nicht geben. Man wartet ab und setzt darauf, dass die klar kommunizierten Absichten und damit verbundenen Argumente verfangen.

Sollte der Deal mit Diehl funktionieren, wäre es bereits das vierte Mal in der jüngeren Vergangenheit, dass sich der VfB ein Kölner Talent loseist. Darko Churlinov, Nikolas Nartey und Luan Simnica wählten zuletzt schon den Weg vom Rhein an den Neckar.

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Erstellt:
23. Januar 2024, 22:30 Uhr
Aktualisiert:
24. Januar 2024, 21:55 Uhr

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