Nach Ausschreitungen in Stadien

DFB-Appell an Fans und Polizei: Mehr Toleranz und Dialog

In den Stadien der Fußball-Bundesligen kommt es immer öfter zu Zusammenstößen zwischen Fans und Polizei. Der DFB beobachtet die Entwicklung mit Sorge.

In der jüngeren Vergangenheit war es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Fans gekommen.

© dpa/Daniel Bockwoldt

In der jüngeren Vergangenheit war es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Fans gekommen.

Von red/dpa

Als Reaktion auf die zunehmenden Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei in den Bundesligastadien hat der Deutsche Fußball-Bund beide Seiten zu einem respektvolleren Umgang miteinander aufgerufen. „Die aktuellen Entwicklungen sehen wir mit Sorge. Der DFB ist daran interessiert, dass Straftäter verfolgt werden, insbesondere, wenn sie den Fußball für ihre Zwecke ausnutzen. Dabei darf es keine pauschale Kriminalisierung von Fans geben, genauso wenig wie eine Vorverurteilung polizeilicher Maßnahmen“, teilte der Verband auf dpa-Anfrage mit.

In jüngster Zeit war es bei Fußballspielen immer wieder zu massiven Ausschreitungen gekommen. Trauriger Höhepunkt waren die Krawalle Ende November bei der Partie Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart mit mehr als 200 Verletzten. „Die Bilanz des Spiels zeigt, dass in den Arenen ein Kontrollverlust droht“, sagte der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer, danach. 

Der DFB setzt auf einen Dialog zwischen allen Beteiligten

Gut sieben Monate vor der Heim-EM soll das Thema daher auf der Innenministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Berlin eingehend erörtert werden. Bereits Mitte November hatte Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote Konsequenzen gefordert. „Ich bin es ein bisschen leid, dass wir nach so vielen Spielen immer über Gewalt und Auseinandersetzungen hinterher diskutieren müssen“, sagte der SPD-Politiker.

Der DFB setzt mit Blick auf die EM vornehmlich auf einen Dialog zwischen allen Beteiligten. Ziel sei es, „bestmögliche Voraussetzungen für ein spannendes, friedliches und sicheres Turnier im eigenen Land zu schaffen“, hieß es von Verbandsseite.

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Erstellt:
5. Dezember 2023, 06:54 Uhr

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