Evangelos Sbonias übernimmt Großaspach im Sommer

Der 39-Jährige, der kürzlich beim Oberliga-Aufstiegsaspiranten SGV Freiberg gehen musste, trainiert in der neuen Saison die SG Sonnenhof. Er löst Hans-Jürgen Boysen ab, der den Fußball-Regionalligisten in den verbleibenden vier schwierigen Spielen zum Klassenverbleib führen soll.

Evangelos Sbonias stand in der Saison 2016/2017 als Co-Trainer in Großaspach an der Seitenlinie, zur neuen Runde kehrt der 39-Jährige als Chefcoach zur SG Sonnenhof zurück.Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Evangelos Sbonias stand in der Saison 2016/2017 als Co-Trainer in Großaspach an der Seitenlinie, zur neuen Runde kehrt der 39-Jährige als Chefcoach zur SG Sonnenhof zurück.Foto: A. Becher

Der Neue in Großaspach ist ein alter Bekannter – sowohl im Fautenhau als auch in Backnang: Evangelos Sbonias kehrt in der kommenden Runde als Chefcoach zur SG Sonnenhof zurück, bei der er in der Drittliga-Saison 2016/2017 schon als Co-Trainer von Oliver Zapel arbeitete. Ab November 2018 gab der A-Lizenz-Inhaber gut eineinhalb Jahre bei der TSG die Kommandos und führte die Roten nach dem Abstieg, den er mit dem Team fast noch verhindert hätte, zurück in die Oberliga. Zuletzt war Sbonias beim ambitionierten Oberligisten SGV Freiberg tätig und musste vor eineinhalb Wochen gehen, nachdem den Verein vom Neckar ein 0:0 in Linx die Tabellenführung gekostet hatte.

Vielleicht spielte bei dieser Trennung auch eine Rolle, dass Sbonias selbst nur wenige Tage zuvor seinen Abschied zum Saisonende verkündet hatte – unabhängig davon, ob es im Zweikampf mit den Stuttgarter Kickers mit dem angestrebten Aufstieg in die Regionalliga klappt oder nicht. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde der Name des Trainers aus Bietigheim wieder mit Großaspach in Verbindung gebracht – wie schon im vergangenen Winter, als die SG Sonnenhof einen Nachfolger für Steffen Weiß suchte. Damals soll es Gespräche zwischen dem Trainer und dem Verein sowie zwischen beiden Klubs gegeben haben, doch Evangelos Sbonias blieb letztlich in Freiberg und Großaspach engagierte Hans-Jürgen Boysen.

Mit Verzögerung finden beide Parteien nun doch zueinander, am heutigen Dienstag einigten sich der Trainer und die SG Sonnenhof auf eine Zusammenarbeit ab dem 1. Juli. Sbonias unterschreibt einen ligaunabhängigen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Er folgt auf Hans-Jürgen Boysen, der zum Saisonende „planmäßig“ ausscheidet, wie der Klub aus dem Fautenhau in einer Pressemitteilung schreibt.

Das Statement von Michael Ferber, Vorstand Sport bei der SG Sonnenhof: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Personalie des Cheftrainers für die kommende Saison und damit die Nachfolge-Regelung für Hans-Jürgen Boysen offiziell verkünden können. Hans-Jürgen hat uns in dieser schwierigen Phase der Saison ein weiteres Mal unter die Arme gegriffen und wird bis zum Saisonfinale in rund vier Wochen mit seiner Mannschaft nochmal alles in die Waagschale werfen, damit Aspach und die gesamte Region auch in der kommenden Saison Regionalliga-Fußball erleben dürfen. Er hat uns sowie die gesamte Mannschaft persönlich darüber informiert, dass er zum Saisonende planmäßig aufhören wird. Für sein Engagement gebühren ihm einmal mehr unser größter Dank sowie höchste Anerkennung und Respekt. Gleichzeitig freuen wir uns sehr, dass wir mit Laki Sbonias einen für uns perfekten Nachfolger für diese Position gewinnen konnten. Er hat bereits zu seiner Zeit als Co-Trainer den Dorfklub und sein Umfeld kennen- und schätzen gelernt, schon damals qualitativ hochwertige Arbeit geleistet und ist über die vergangenen Jahre zu einem der Top-Trainer der Region gereift. Wir sind uns sicher, dass er unsere SG weiterentwickeln wird und genießt dabei unser vollstes Vertrauen. Bis zum 14. Mai gilt die volle Konzentration und der Fokus des gesamten Vereins nun aber einzig und allein unserem großen Ziel Klassenerhalt. Dafür werden wir gemeinsam alles geben.“

Evangelos Sbonias lässt mitteilen: „Ich freue mich riesig auf die Aufgabe beim Dorfklub, die ich ab dem 1. Juli mit voller Leidenschaft angehen werde. Die Gespräche waren von einer großen gegenseitigen Wertschätzung geprägt. Die SG ist mir sehr ans Herz gewachsen, ich habe natürlich die Entwicklung des Klubs auch nach meinem Abschied als Co-Trainer 2017 intensiv verfolgt. Nun drücke ich Hans-Jürgen Boysen, der Mannschaft und dem gesamten Verein mit seinem tollen Umfeld die Daumen für ein erfolgreiches Saisonfinale und das große Ziel Klassenerhalt.“

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Erstellt:
19. April 2022, 14:44 Uhr

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