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Röttger-Ausfall ist ein Schlag ins Kontor

SG-Trainer Oliver Zapel sieht es mit Sorge, dass sein Offensivjoker fürs Heimspiel gegen den FC Viktoria Köln ausfällt

„Medium“, sagte Oliver Zapel. Aspachs Trainer antwortete dabei aber nicht auf die Frage, wie er den gern ein Rindersteak serviert bekommt. Vor dem heutigen Heimspiel (14 Uhr) des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof gegen den FC Viktoria Köln beurteilte Zapel den Personalstand. Die Lage dahin gehend war gut, ist wegen des Ausfalls von Timo Röttger nun aber nur noch durchschnittlich.

Verletzte sich im Training an der Wade und muss deshalb heute gegen seinen Ex-Verein zuschauen: Großaspachs Angreifer Timo Röttger. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Verletzte sich im Training an der Wade und muss deshalb heute gegen seinen Ex-Verein zuschauen: Großaspachs Angreifer Timo Röttger. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Fünf Spiele, sieben Punkte. Sowohl Großaspach wie der Neuling aus Köln dürfen mit der ersten Phase dieser Saison durchaus einverstanden sein. Richtig zufrieden ist wohl derjenige, der beiden Kontrahenten, der heute die Partie im Fautenhau gewinnt. Zehn Zähler nach sechs Spielen, das könnte sich sehen lassen. Selbst ein Unentschieden wäre weder für die Schwaben, noch für die Rheinländer ein Grund zur Trauer. Für SG-Trainer Oliver Zapel auf jeden Fall nicht, denn seine Elf erfüllt bislang seine Erwartungen: „Wir können sagen, dass wir in den ersten fünf Saisonspielen immer gut performt haben.“ Selbst in den ersten beiden Begegnungen in Duisburg und daheim gegen Kaiserslautern, als die SG zweimal ohne einen Punkt blieb, sei das bis auf kurze Phasen in jeder der beiden Partien so gewesen. Das Urteil des 51-jährigen Coaches: „Inklusive des Pokalduells gab es noch kein Spiel, in dem wir insgesamt eine schwache Leistung gezeigt haben. Wir waren immer in der Lage, taktisch oder auch durch Einwechslungen reagieren zu können.“

Die wahrscheinliche Startelf, mit der Großaspach das Heimspiel gegen Aufsteiger FC Viktoria Köln gewinnen will. Grafik: BKZ

Die wahrscheinliche Startelf, mit der Großaspach das Heimspiel gegen Aufsteiger FC Viktoria Köln gewinnen will. Grafik: BKZ

Wahrscheinlich war deshalb der Jubel über das 1:0 in Rostock richtig groß, war er doch auch der Ausdruck von Zufriedenheit über die ordentliche sportliche Lage. Zapel bestätigt: „Wir haben uns über den Sieg ein wenig länger gefreut und haben den Abend mit einem Feierbierchen ausklingen lassen.“ Der Coach schmunzelt und sagt: „Wir haben uns kurz gehen lassen, mittlerweile haben wir die Jungs aber wieder eingefangen.“ Das wird gut sein, wartet heute doch eine knifflige Heimaufgabe. Denn mit dem Aufsteiger aus der Domstadt kommt ein Team, das dank des großzügigen Geldgebers Franz-Josef Wernze über viel Qualität und Routine verfügt.

In der Offensive kann Trainerfuchs Pavel Dotchev zum Beispiel auf Fußballer wie den früheren Schweizer Nationalspieler Albert Bunjaku und Kapitän Mike Wunderlich bauen. Erstgenannter bringt unter anderem Erfahrung aus 48 Partien in der Deutschlands Erster Bundesliga mit. Und: Der mittlerweile 35-Jährige hat in den ersten fünf Begegnungen schon sechsmal getroffen. Oliver Zapel nennt Bunjaku und seinen Partner Wunderlich „Filetspieler“ und ist sich sicher: „Es wird ganz, ganz große Kunst sein, diese Offensivpower einzudämmen.“ Als Beispiel nennt der SG-Trainer Kölns letztes Spiel. Zwar zahlte der Neuling bei der 0:2-Heimniederlage gegen Unterhaching nach der Pause Lehrgeld, doch Oliver Zapel und sein Trainerstab sagen zur ersten Stunde: „Da war die Viktoria so dominant wie es zuvor vielleicht noch keine Mannschaft gegen Unterhaching war.“ Mit zwei Kontern zogen die Bayern dem Aufsteiger dann den Zahn.

SG-Trainer Oliver Zapel vor dem Match gegen Köln
Mit welchen Erwartungen geht Oliver Zapel, Trainer des Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach, ins Heimspiel gegen den FC Viktoria Köln?

Wer Aspachs Coach allerdings kennt, der weiß, dass er bereits einen Plan in hat, wie der dem unbequemen und spielstarken Gegner beikommen will. Schließlich startet Aspach den dritten Versuch, den ersten Heimsieg der Saison zu landen. Entgegenkommen könnte der SG, dass Kölns Abwehrorganisator Tobias Willers wegen einer Knieverletzung ausfällt und sich die Defensive der nach dem Aufstieg ohnehin neu zusammengestellten Viktoria-Elf erst neu finden muss.

Die Schwaben sind ebenfalls nicht ganz ohne Verletzungssorgen. Neben Verteidiger Dan-Patrick Poggenberg (Oberschenkelprobleme), der bereits in Rostock fehlte, fällt nun auch Timo Röttger aus. Ein herber Verlust, obwohl der erfahrene Angreifer zuletzt oft mit der Rolle des Jokers zufrieden sein musste. Gegen den Klub, von dem er vor vier Jahren nach Aspach kam, wäre der 34-Jährige durchaus ein Kandidat für die Anfangsformation gewesen. Entsprechend bitter ist die Wadenverletzung, die sich Röttger am Donnerstag in der letzten Minute des Trainings zuzog, Für Zapel ist der Ausfall des listigen Stürmers jedenfalls ein Schlag ins Kontor. Sein Urteil zur Personallage: „Bis zu der Sache mit Timo war sie gut, jetzt ist sie nur noch medium.“ Daran ändert auch der Fakt nichts, dass die SG diese Woche mit Rechtsverteidiger Ken Gipson und Linksfuß Panagiotis Vlachodimos noch zwei Zugänge präsentiert hat. Schließlich wäre es eine Überraschung wäre, wenn einer der beiden bereits heute zur Startelf zählt.

Info
Premiere für beide Klubs

Das Duell heute ist eine Premiere für beide Vereine. Denn bislang trafen die SG Sonnenhof Großaspach und der im Kölner Stadtteil Höhenberg beheimatete FC Viktoria noch nie aufeinander. Einzig Timo Röttger verbindet die beiden Klubs. Der listige und erfahrene Angreifer wechselte vor vier Jahren vom damaligen West-Regionalligisten aus der Domstadt zum Drittligisten in den Fautenhau.

Der kostenlose Shuttle-Bus in den Aspacher Fautenhau fährt um 13 Uhr am Backnanger Bahnhof ab. Weitere Haltestellen sind: Etzwiesenbrücke 1(3.01 Uhr), Seminar sowie Roßbergstaffel (13.02), Kleinaspach Schafhaus (13.10). Zurück Von der Mechatronik-Arena geht’s um 16.15 Uhr.

Wer heute nicht ins Stadion kommen kann, ist dank unserer Zeitung dennoch stets aktuell am Ball. Im Internet gibt es unter www.bkz.de/sport/sg-sonnenhofab 14 Uhr einen Liveticker. An selber Stelle kommt später noch ein kommentiertes Video mit den besten Szenen dazu.

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Erstellt:
24. August 2019, 06:00 Uhr

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