Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Neue Namen drängen sich keine auf

SG Sonnenhof unterliegt Zweitligist Heidenheim trotz ordentlicher Leistung 0:2 – Häusl fliegt zum Länderspiel auf Seychellen

Am Samstag wartet das WFV-Pokal-Achtelfinale auf den Fußball-Drittligisten aus Großaspach. Doch vor der Aufgabe beim Landesligisten SC Stammheim (Anstoß 15.30 Uhr, Sportanlage Emmerholz) stand gestern Abend noch das Testspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim an. Das ging 0:2 verloren und zeigte, dass Alternativen rar sind.

Aspachs Fußballer wehrten sich gegen Heidenheim, hatten gute Szenen, unterlagen dem Zweitligisten am Ende aber 0:2. Dabei hatte die Offensivabteilung, in der Dimitriy Imbongo (rechts) und Orrin McKinze Gaines nach der Pause gemeinsam am Ball waren, durchaus Chancen.Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Aspachs Fußballer wehrten sich gegen Heidenheim, hatten gute Szenen, unterlagen dem Zweitligisten am Ende aber 0:2. Dabei hatte die Offensivabteilung, in der Dimitriy Imbongo (rechts) und Orrin McKinze Gaines nach der Pause gemeinsam am Ball waren, durchaus Chancen.Foto: T. Sellmaier

Von Uwe Flegel

Am 19. Oktober wartet auf die SG Sonnenhof die nächste Aufgabe in Liga drei. Beim Drittletzten Preußen Münster kämpft der Viertletzte darum, möglichst rasch wieder über den Strich zu kommen. Dazu bedarf es sicher einer deutlich besseren Defensivleistung als bei einigen der bisherigen elf Saisonspiele. Vor allem gegenüber dem 1:5 beim Heimvergleich mit dem FC Ingolstadt muss eine Steigerung her. Klar, dass das Testspiel gegen Heidenheim und das Pokalduell am Samstag als Gelegenheit für die Suche nach mehr Zweikampfstärke genutzt wurde und wird. Castingteil eins mit insgesamt 23 Akteuren, zu denen mit Vincent Sadler, Maurice Winter und Ivan Bastalec auch drei A-Jugendliche zählte, brachte kaum was Neues. Gegen Heidenheim überzeugten die, die beim Trainerstab um Oliver Zapel ohnehin schon weit oben auf der Liste stehen. Deshalb sieht es eher nach einer geänderten Sortierung als nach zusätzlichen Namen aus.

Hinten rechts zum Beispiel machte Routinier Kai Gehring die beste Figur und dürfte dort beim nächsten Testlauf in Stammheim erneut beginnen. Denn unter den Kandidaten als Nebenmann von Nico Jüllich im zentralen Mittelfeld war es Sebastian Bösel, der am ehesten in der Lage scheint, die zuletzt offensichtlichen Lücken zu schließen. Sollte Charmaine Häusl dafür infrage gekommen sein, dann hatte sich das ohnehin schon vor der Heidenheim-Partie erledigt. Der 23-jährige Ex-DFB-Jugendauswahlspieler hob nach der Begegnung mit dem Flieger in Richtung Seychellen ab. Nicht um dort Urlaub zu machen. Er wurde von den Verantwortlichen seines Heimatlands in den Kader des Nationalteams berufen. Der 198. der 210 in der Weltrangliste geführten Mannschaften tritt am Sonntag in der Qualifikation zur Afrikameisterschaft zum Rückspiel gegen den Südsudan (173.) an. Schön für Häusl, dass er nominiert wurde und mithelfen soll, die 1:2-Niederlage vom Hinspiel wettzumachen. Schlecht, dass der Edelreservist in Großaspach eine eventuelle Chance nicht nutzt. Bis die nächste kommt, wird es wohl einige Zeit dauern.

Zumal die Etablierten gestern gegen den Zweitligisten aus dem Brenztal durchaus ordentliche Leistungen zeigten. Einer wie Kai Gehring zum Beispiel auch auf einer ungewohnten Position. Das gilt ebenfalls für den zuletzt nicht mehr zur Anfangsformation zählenden Jonas Behounek, der als linker Verteidiger ebenso wie Niklas Sommer im rechten Mittelfeld eine ordentliche Figur machte. Überhaupt war es in Ordnung, was der Drittligist gegen den FCH anbot. Trainer Oliver Zapel urteilte: „Gefallen hat mir das Engagement, unser hohes Pressing und einige gelungene Ballstafetten. Schlecht war wieder einmal die Chancenauswertung und dass wir beide Gegentore wieder einmal bekommen haben, weil zuvor wichtige Zweikämpfe verloren wurden.“

Ein Fazit, das zu dem passte, was Heidenheims Trainer Frank Schmidt von sich gab: „Dank unseres Torwarts Vitus Eiche haben wir hinten zu Null gespielt.“ Vor allem in der zweiten Halbzeit parierte der FCH-Schlussmann unter anderem gegen Marco Hingerl und Korbinian Burger glänzend. Schmidt anerkannte deshalb: „Aspach hat in der Offensive Potenzial.“ Doch klar sei auch, dass die Dritte Liga stark und es unheimlich schwer sei, dort zu Punkten zu kommen. Deshalb muss die SG schnellstmöglich seine Defensive geregelt bekommen.

Das gilt aber nicht erst für Münster, sondern auch fürs morgige Pokalduell. Zwar dürfte der Zwölften der Landesliga, Staffel 2, in der Offensive bei weitem nicht die Qualität der Aspacher Drittligakonkurrenz haben, doch auch in Liga sieben wissen Stürmer, wo das Tor steht.

SG Sonnenhof Großaspach: Frommann – Gehring (46. Gipson), Leist (31. Häusl/80. Sadler), Slamar (61. Burger), Behounek (80. Bastalec) – Sommer (61. Hottmann), Bösel (46. Ünlücifci), Jüllich (46. Hingerl), Vlachodimos (31. McKinze Gaines/80. Winter) – Röttger (31. Martinovic), Brünker (46. Imbongo).

1. FC Heidenheim: Eicher (75. Ibrahim) – Busch (58. Strauß), Hüsing, Feick, Föhrenbach (75. Stark) – Biankadi, Sessa (75. Mainka), Owusu (75. Gölz), Multhaup (75. Ramusovic) – Thomalla, Schimmer (58. Schmidt).

Tore: 0:1 (45., Foulelfmeter) Thomalla, 0:2 (89.) Biankadi. – Schiedsrichter: Erbst (Gerlingen). – Zuschauer: 200.

Zum Artikel

Erstellt:
11. Oktober 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!