SG Sonnenhof: Daheim richten, was auswärts kaputt ging

Großaspachs Regionalliga-Fußballer erwarten heute Abend den Tabellennachbarn Koblenz zum Kellerduell. Mit einem Sieg im Nachholspiel kann die SG Sonnenhof für die Pleite in Kassel Wiedergutmachung betreiben und sich im Kampf gegen den Abstieg ein wenig Luft verschaffen.

Hatte in Kassel viel Grund zur Unzufriedenheit: Steffen Weiß. Fürs Duell mit Koblenz fordert er Wiedergutmachung von seiner Elf. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Hatte in Kassel viel Grund zur Unzufriedenheit: Steffen Weiß. Fürs Duell mit Koblenz fordert er Wiedergutmachung von seiner Elf. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Das 0:4 war ein Nackenschlag. Wieder einmal einer. Und wieder einmal kassierte ihn Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach auswärts. Für die Elf aus dem Fautenhau war es in der Fremde die sechste Niederlage in Folge. Entsprechend froh sind die Schwaben, dass sie heute (19 Uhr) im Nachholspiel gegen den Tabellennachbarn FC Rot-Weiß Koblenz im heimischen Stadion randürfen. Schließlich steht den fortgesetzten Auswärtsdebakeln die Serie von fünf Heimspielen gegenüber, in denen der Fünftletzte nicht verloren hat. Allerdings war darunter auch nur ein Sieg, wobei der beim 3:2 ausgerechnet gegen den aktuellen Spitzenreiter Kickers Offenbach gelang.

Fans der SG Sonnenhof haben auch in dieser Saison kein einfaches Leben, ist der Verein aus dem Fautenhau doch längst wieder im Kampf gegen den Abstieg angekommen. Das liegt vor allem daran, dass die Schwaben auf fremden Plätzen von Backpfeife zu Backpfeife eilen. 0:3 bei Steinbach Haiger, 0:6 in Elversberg und 0:4 in Kassel waren bedenkliche Auftritte. Das 1:2 zwischendurch beim Vorletzten FSV Frankfurt war fast schon ein Erfolgserlebnis.

Trainer Weiß kennt die Zahlen und bekennt mit Blick auf die jüngste Pleite: „Wir waren von Beginn an klar unterlegen und können gar noch froh sein, dass wir nur mit 0:3 in die Halbzeitpause gehen. Im zweiten Durchgang haben wir uns dann etwas gefangen, waren aber immer noch ganz weit weg von dem, was wir eigentlich können.“

Nun hofft der Coach, dass sein Team in den nun folgenden zwei Heimspielen nicht weiterhin mit Leistung geizt. Auch weil heute und am Samstag mit der noch aus der Vorrunde stammenden Partie gegen Koblenz (21 Punkte) sowie dem Samstagduell gegen Astoria Walldorf (22) die zwei Mannschaften gastieren, die in der Tabelle direkt vor Großaspach platziert sind. Für den Klub aus dem Fautenhau stehen sogenannte wegweisende Vergleiche an. Läuft es optimal, dann könnte sich die SG etwas Luft in Sachen Abstiegskampf verschaffen. Bei weiteren Negativerlebnissen brennt in Aspach der Baum nicht erst an Weihnachten.

Steffen Weiß ist sich der Situation durchaus bewusst und verlangt von seiner Mannschaft eine Reaktion auf die Pleite in Nordhessen. Es sei gut, dass seine Elf gegen Koblenz daheim spielen und Wiedergutmachung betreiben könne und müsse, sagt der 33-jährige Coach und stellt fordernd klar: „Nichts anderes zählt jetzt und das sollte jedem von uns klar sein.“

Sicher ist, dass es in der Großaspacher Anfangsformation gegenüber Kassel Änderungen gibt. Das liegt unter anderem an der Rückkehr von Fabian Messina, der zuletzt gelbgesperrt war und im zentralen Mittelfeld schmerzlich vermisst wurde. Etwas, das seit geraumer Zeit auch für die Mittelfeldroutiniers Joel Gerezgiher und Nico Jüllich gilt, die immer noch angeschlagen und damit weiterhin fraglich sind. Sicher fehlen wird nach aktuellem Stand wohl nur Außenverteidiger Sebastian Schiek.

Der Rest muss sich auf ein Gästeteam einstellen, das 90 Minuten lang marschiert und kämpft. Zudem kennt Koblenz die SG recht gut, haben mit Chefcoach Heiner Backhaus und Co-Trainer Nick Weiler doch zwei Ex-Aspacher das Sagen. Hinzu kommt der gebürtige Waiblinger Iosif Maroudis. Der Mittelfeldmann ist nach seinem Kurzgastspiel vor eineinhalb Jahren bei der TSG Backnang über die Zwischenstation FK Pirmasens mittlerweile in der Stadt am Deutschen Eck angekommen und hat’s dort zur Stammkraft gebracht. Wie und weshalb, das will er heute im für beide Teams wichtigen Kellerduell in Großaspach beweisen.

Rund ums Spiel

Bilanz Bislang trafen Großaspachs Fußballer und der FC Rot-Weiß Koblenz zweimal in Pflichtspielen aufeinander. Gute Erinnerungen haben die Schwaben an keine der beiden Begegnungen aus der vergangenen Saison. Denn sowohl im Hinspiel beim 0:2 in der Arena im Fautenhau wie auch beim 0:3 im Rückspiel im Stadion Oberwerth in Koblenz blieb die SG Sonnenhof ohne Tor und ohne Punkt.

Zuschauer Die Partie findet vor maximal 750 Zuschauern statt. Die Tageskassen öffnen 90 Minuten vor Anpfiff. Um Wartezeiten am Einlass zu vermeiden, wird empfohlen, den Online-Ticketverkauf zu nutzen. Karten gibt’s unter https://bit.ly/3GmTJXG und in der SG-Geschäftsstelle am Stadion. Die Tickets müssen personalisiert ausgestellt werden, pro Kunde kann also nur ein Ticket erworben werden.

Vorgaben Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung (FFP2- oder OP-Maske) im Stadion ist Pflicht. Am Platz darf die Maske abgenommen werden. Für den Zutritt aufs Gelände gilt für alle Stadionbesucher die 2-G-plus-Regel (genesen oder geimpft sowie zusätzlich ein maximal 24 Stunden alter und bescheinigter negativer Bürgertest). Stadionbesucher, deren Zweitimpfung maximal sechs Monate zurückliegt oder die bereits ihre Boosterimpfung erhalten haben, benötigen keinen Bürgertest. Gleiches gilt für Genesene, deren Infektion nachweislich maximal sechs Monate zurückliegt (Nachweis der Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels PCR-Test erfolgen). Am Stadioneinlass müssen Geimpfte und Genesene zwingend den QR-Code mit dem vollständigen Impf- beziehungsweise Genesenenstatus vorlegen.

Liveticker Für Fans, die nicht ins Stadion kommen können und trotzdem aktuell am Ball sein wollen, bietet die SG Sonnenhof einen Internetliveticker an. Der ist unter anderem über www.bkz.de/sport/sg-sonnenhof erreichbar.

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Erstellt:
8. Dezember 2021, 06:00 Uhr

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