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Koukoutrigas: „Elfmeter ist für Schiri peinlich“

Großaspachs Sportdirektor kritisiert DFB-Einteilung der Unparteiischen

Verärgert über die Schirieinteilungen des DFB: Joannis Koukoutrigas (vorne). Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Verärgert über die Schirieinteilungen des DFB: Joannis Koukoutrigas (vorne). Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

Mit einem Teilerfolg bei einem Titelaspiranten sollte ein Tabellenvorletzter eigentlich zufrieden sein. Steckt er aber in einer so misslichen Lage wie Großaspachs Drittliga-Fußballer, dann ist ein Punkt zu wenig. Dabei stimmte die Leistung. Der schwäbische Außenseiter war beim 1:1 in Ingolstadt auf dem Weg, den zweiten Auswärtssieg in Folge zu landen und weiteres Selbstvertrauen fürs morgige Heimspiel gegen den Drittletzten Preußen Münster (19 Uhr) zu tanken. Dann entschied der bayerische Schiri Tobias Schultes in der 28. Minute auf Elfmeter für die Bayern. Ein Strafstoß, der vom vermeintlich gefoulten Stefan Kutschke verwandelt wurde und der nachwirkt. SG-Sportdirektor Joannis Koukoutrigas urteilt verärgert: „Der Elfmeter ist für den Schiedsrichter peinlich, für den Ingolstadter Spieler peinlich und für unsere Jungs einfach nur schade, sie wurden um den Sieg gebracht.“

Wobei Aspachs Sportchef nicht nur die Fehlentscheidung kritisiert. Er ärgert sich vor allem, dass der DFB wegen der Coronakrise dazu übergegangen ist, Unparteiische einzuteilen, die dem Landesverband der Heimelf angehören. Die SG-Partie im sächsischen Chemnitz pfiff zum Beispiel der Sachse Alexander Sather aus dem nur 55 Kilometer entfernten Grimma. Der ließ beim Großaspacher 1:0 aus unerfindlichen Gründen gut sieben Minuten nachspielen. Trainer Hans-Jürgen Boysen spottet: „Vielleicht hat er gehofft, dass Chemnitz noch ausgleicht.“

Das, was der 63-Jährige nun mit dem bayerischen Schiri in Bayern erlebte, hat bei Boysen jedenfalls keinen Meinungsumschwung bewirkt. „Das passt ins Bild. Ich finde eine solche Einteilung unmöglich.“ Wobei sich Boysen nicht nur beim Elfmeter benachteiligt fühlte, sondern beispielsweise auch bei der Gelben Karte für Ken Gipson vor der Pause. Die Verwarnung nach dem Foul in einem normalen Zweikampf zieht für den Rechtsverteidiger jetzt eine Gelbsperre im Kellerduell gegen Münster nach sich, war es doch seine fünfte Gelbe Karte.Koukoutrigas hofft, dass der DFB lernfähig ist und künftig wieder nur Schiris einteilt, die aus keinem Landesverband der zwei beteiligten Teams stammen. Mit der derzeitigen Praxis tue man den Unparteiischen auf jeden Fall keinen Gefallen. Und: „Uns hat man den sowieso nicht getan. Ich hoffe, dass das beim DFB in Frankfurt mittlerweile angekommen ist.“

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Erstellt:
9. Juni 2020, 06:00 Uhr

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