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Röttgers Doppelrolle im Dienste der SG

Großaspachs erfahrener Angreifer sieht sich beim Fußball-Drittligisten als verlängerter Arm von Trainer Oliver Zapel

„So viel hat sich nicht geändert“, sagt Timo Röttger. Er wird bei Aspachs Drittliga-Fußballern weiterhin vor allem als torgefährlicher und listiger Stürmer gebraucht. Heute zum Beispiel ab 14 Uhr, um im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt den zweiten Sieg in Folge zu landen. Für den 34-Jährigen ist es die zweite Partie, die er in seiner Doppelrolle als spielender Co-Trainer bestreitet.

Verlängerter Arm von Coach Oliver Zapel: Timo Röttger. Der routinierte Stürmer ist künftig noch stärker als Führungsspieler gefordert. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Verlängerter Arm von Coach Oliver Zapel: Timo Röttger. Der routinierte Stürmer ist künftig noch stärker als Führungsspieler gefordert. Foto: T. Sellmaier

Von Uwe Flegel

Timo Röttger hat in seinem Fußballerleben schon einiges erlebt und erreicht. Bayer Leverkusen, SC Paderborn, Dynamo Dresden, RB Leipzig, Viktoria Köln und nun SG Sonnenhof Großaspach heißen die Stationen, an denen er in der Ober- und Regionalliga, der Dritten Liga sowie der Zweiten Bundesliga am Ball war. Mit Dresden stieg er ebenso wie mit Leipzig unter Trainer Alexander Zorniger in Liga zwei auf. Schon zuvor hatten er und Aspachs Ex-Coach mit RB den Sprung von der Regional- in die Dritte Liga geschafft. Und als Jungspund hat der damalige U-20-Nationalspieler mit Bayer Leverkusen II bereits im Sommer 2005 den Aufstieg von der Oberliga Nordrhein in die Regionalliga gepackt.

Mittlerweile ist er 34 und im Fußball so etwas wie Erfahrung pur. Wissen und Routine, die Oliver Zapel noch stärker als zuvor nutzen will. „Der Trainer ist auf mich zugekommen“, erzählt der Stürmer wie er vor der Partie gegen Chemnitz zum spielenden Co-Trainer wurde und was er antwortete: „Wenn ich dem Verein und der Mannschaft damit helfen kann, dann mache ich es.“ Wobei er auch sagt: „So viel hat sich nicht geändert.“ Schließlich geht er in Aspach voran, ist einer der Führungsspieler, ein Gesicht des Klubs und des Teams seit er im Sommer 2015 in den Fautenhau kam.

Jetzt ist Timo Röttger offiziell eine Art verlängerter Arm von Oliver Zapel auf dem Platz. „Ich bin ein bisschen früher da und bleibe etwas länger“, sagt er zum zusätzlichen Aufwand. Positiv sei, dass er einen anderen Blick, eine andere Sichtweise auf den Fußball bekomme, sagt der Mann, der für die SG in 142 Pflichtspielen bislang 38 Tore erzielt und 24 Vorlagen für andere geliefert hat. Wobei er sich mit einer Aufgabe als Trainer nicht erst seit Zapels Anfrage beschäftigt hat. „Nächstes Jahr will ich einen Schein machen. Ich hätte auch diese Saison schon gerne bei einer Jugend mitgemacht, bei den B- oder der A-Jugend bei Markus Lang“, erzählt der Angreifer. Irgendwie hat aber alles nicht richtig gepasst. Nun zählt er bei Aspachs Drittligaprofis zum Trainerstab und erklärt, dass er dort nicht nur irgendwie, sondern richtig mitmacht: „Ich bin überall dabei, bei allen Besprechungen, werde da auch gefragt und sage dann meine Meinung. Klar ist aber, dass Oliver Zapel das letzte Wort hat.“

Ebenfalls sicher ist, dass Röttger ja vor allem als Stürmer weiterhin dringend gebraucht wird. Eine Rolle, die er gern annimmt: „Auf dem Platz bin ich Spieler und gebe Vollgas.“ Seit nunmehr viereinhalb Jahren tut er das für die SG. Für die hat er in den Punktspielen der Saison 2015/2016 und der zwei vergangenen Runden jeweils zehn Tore geschossen: „Ich denke, dass ich als Spieler für die SG immer noch wichtig bin, dass ich für die entscheidenden Momente da bin.“

Bis zum Ende dieser Saison auf jeden Fall. Und nächste Runde, dann nur noch im Trainerstab? „Vorstellen kann ich mir vieles, auch dass es noch ein Jahr weiter geht“, antwortet Timo Röttger und schiebt nach: „Jetzt müssen wir erst einmal diese Saison erfolgreich zu Ende spielen.“ Er wird auf jeden Fall alles dafür tun, um ein paar Tore, die eine oder andere Vorlage dazu beizusteuern. Daran wird sich vermutlich nicht viel ändern.

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Erstellt:
5. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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