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Zwei Rückkehrer, aber auch neue Ausfälle

Akute Personalnot hält bei Aspachs Drittliga-Fußballern vor dem morgigen Duell mit Halle an – Leist verletzt, Choroba suspendiert

Ausgerechnet auf der Zielgeraden dieser Saison und in der entscheidenden Phase des Abstiegskampfs wird das Personalpuzzle für Großaspachs Trainer Florian Schnorrenberg immer kniffliger. Für das schwere Heimspiel des Fußball-Drittligisten gegen den Tabellendritten Halle am Freitag (19 Uhr, Mechatronik-Arena) kehren mit Sebastian Bösel und Korbinian Burger zwar zwei zuletzt verletzte Akteure zurück, doch auf der Ausfallliste tauchen auch einige neue Namen auf.

Fällt als Turm in der Schlacht zumindest am Freitag gegen Halle aus: Aspachs verletzter Kapitän und Innenverteidiger Julian Leist. Fotos: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Fällt als Turm in der Schlacht zumindest am Freitag gegen Halle aus: Aspachs verletzter Kapitän und Innenverteidiger Julian Leist. Fotos: A. Becher

Von Steffen Grün

Seinen Überblick über die aktuellen Personalien startete Schnorrenberg am gestrigen Mittag mit einer erfreulichen Nachricht. „Korbinian Burger und Sebastian Bösel haben am Dienstag und Mittwoch trainiert“, verriet Aspachs Trainer. Ersterer hat also die Adduktorenprobleme auskuriert, die ihn bei der 0:1-Pleite in Münster in die Zuschauerrolle zwangen. Letzterer seinen Muskelfaserriss, mit dem er die vergangenen zwei Partien verpasst hatte. Zwei Stammspieler feiern ihr Comeback, zudem hat Zlatko Janjic nach seinem vor zweieinhalb Wochen beim Sieg gegen die Löwen erlittenen Muskelfaserriss zumindest die ersten Versuche hinter sich und „vielleicht reicht es für einen Kaderplatz“.

Das war es aber schon mit positiven Aspekten, die Florian Schnorrenberg zu verkünden hatte. Jamil Dem, für den diese Runde mit einem Muskel- und Sehnenanriss im Oberschenkel vorzeitig beendet ist, Jonas Meiser (Außenbandanriss im Knie) und Yannick Thermann (Adduktorenprobleme) fallen wie schon in Münster aus, doch dabei bleibt es bei Weitem nicht. Joel Gerezgiher, der sich am Karsamstag einen Wadenbeinbruch und einen Syndesmoseriss zugezogen hatte, wird in dieser Saison logischerweise kein Spiel mehr bestreiten. Mike Owusu, der aber ohnehin seit Mitte Dezember nicht mehr eingesetzt wurde, musste sich einer Zahnwurzelbehandlung unterziehen und fehlt ebenfalls. Sportlich am schwersten wiegt aber sicherlich der Ausfall des Kapitäns: Julian Leist brachte aus Münster eine Kapselverletzung sowie einen Bänderanriss im Sprunggelenk mit nach Hause. Und dann wäre da noch der Spezialfall mit Rechtsverteidiger Patrick Choroba, der aus disziplinarischen Gründen bis zum Sommer nicht mehr zum Kader zählen wird. Was genau passiert ist, darüber schweigt sich der Trainer jedoch aus. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber vielen Menschen“, betont Schnorrenberg lediglich und denkt dabei unter anderem an die Ehrenamtlichen im Verein oder die Fans, die im Abstiegskampf mit Aspach zittern: „Deshalb erwarte ich ein absolut professionelles Verhalten. Mehr möchte ich dazu überhaupt nicht sagen.“ Klar ist: Wegen einer Lappalie würde sich Schnorrenberg angesichts der ohnehin bereits großen Personalnot wohl kaum selbst einer weiteren guten Option berauben.

Dass insgesamt sieben Mann ausfallen, „können wir leider nicht ändern“, bemüht sich der Trainer um eine gelassene Bewertung der prekären Lage: „Jammern wird uns keine Punkte bringen und Mitleid will man im Fußball nicht.“ Um im ersten von noch vier verbleibenden Endspielen im Abstiegskampf gegen Halle bestehen zu können, „brauchen wir eine Topleistung auf allen Positionen“. Schnorrenberg hat höchsten Respekt vor den Gästen, denen er gute Transfers, einen starken Kader, eine erstklassige Mentalität und ein hohes Tempo bescheinigt. Kurzum: „Sie stehen völlig zu Recht auf dem dritten Platz.“ Den will das Team von Trainer Torsten Ziegner gegen Wehen Wiesbaden verteidigen, um im Idealfall noch den Zweiten aus Karlsruhe angreifen zu können. Der Ex-Aspacher Pascal Sohm zählt mit 33 Einsätzen (5 Toren) zu den Stammspielern.

Der SG-Coach setzt im Duell mit dem Aufstiegsanwärter auf den Heimvorteil, denn im eigenen Stadion läuft es in dieser Runde deutlich besser als in der Fremde. 24 von 38 Punkten wurden im Fautenhau geholt, in der Auswärtstabelle belegen die Aspacher den letzten Platz. Die Abläufe vor dem morgigen Spiel werden ein wenig verändert. „Zum ersten Mal, seit ich hier bin, übernachten wir vor einem Heimspiel im Hotel“, verrät Schnorrenberg: „Wir müssen alle Kräfte mobilisieren.“ Und vor dem Kasten die nötige Konsequenz zeigen, um die Torchancen anders als zuletzt in Münster auch zu nutzen, und damit die Aussichten auf einen Sieg zu verbessern.

Die SG bietet auch morgen den kostenlosen Shuttleservice an. Los geht es um 18 Uhr am Busbahnhof in Backnang, über die Stopps Etzwiesenbrücke, Seminar, Rossbergstaffel und Schafhaus in Kleinaspach geht es in den Fautenhau. Geplante Rückfahrt: 21.15 Uhr.

Steht nach 25 Einsätzen aus disziplinarischen Gründen für den Rest der Saison auf dem Abstellgleis: Rechtsverteidiger Patrick Choroba.

© Sportfotografie Alexander Becher

Steht nach 25 Einsätzen aus disziplinarischen Gründen für den Rest der Saison auf dem Abstellgleis: Rechtsverteidiger Patrick Choroba.

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Erstellt:
25. April 2019, 06:00 Uhr

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