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Assistent für Notbremsungen bald Pflicht

Technik soll künftig in allen neuen Autos vorgeschrieben sein

Genf (dpa). Bald sollen in der EU und in einem Dutzend anderer Länder nur noch Neuwagen mit einem Notbremsassistenten zur Vermeidung von Unfällen im Stadtverkehr auf den Markt kommen. Die Mitglieder des „Weltforums für die Harmonisierung fahrzeugtechnischer Vorschriften“ hätten sich auf eine entsprechende Vorschrift geeinigt, teilte die ­UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE), in der das Forum angesiedelt ist, am Dienstag in Genf mit.

Über die Vorschriften müsse im Juni noch abgestimmt werden, aber die EU und Japan hätten die Umsetzung schon zugesagt. Deshalb sei die Annahme reine Formsache, sagte UNECE-Sprecher Jean-Isaias Rodriguez. Die EU hat noch nicht entschieden, zu welchem Zeitpunkt die Vorschrift umgesetzt wird. In Planung ist nach Informationen aus der Kommission 2022. In der EU dürften dann 15 Millionen Neuwagen pro Jahr mit Notbremsassistenten auf den Markt kommen. Alte Autos müssten nicht nachgerüstet werden. Viele Autohersteller hätten solche Systeme schon im Einsatz, vor allem in Luxuswagen, sagte ein UNECE-Experte.

Die Vorschriften sehen Notbremsassistenten vor, die bei Geschwindigkeiten unter 60 Kilometern in der Stunde greifen. Sensoren überwachen die Distanz zu anderen Autos sowie Fußgängern und warnen den Fahrer bei einer drohenden Kollision. Wenn der Fahrer nicht eingreift, muss das Fahrzeug automatisch bremsen.

2016 seien in der EU mehr als 9500 Menschen im Stadtverkehr ums Leben gekommen, so die UNECE. Das seien 38 Prozent aller Todesfälle im Straßenverkehr. Nach Schätzungen der EU-Kommission könnten Notbremsassistenten für niedrige Geschwindigkeiten jedes Jahr 1000 Menschenleben in der EU retten. Für Lkw gibt es bereits Vorschriften für Notbremsassistenten.

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Erstellt:
13. Februar 2019, 03:04 Uhr

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