2 cm Hagel
Auf Pfingstferien folgen Gewitter und Schafskälte light
Nach den Pfingstferien droht ein brutaler Temperatursturz mit schweren Gewittern und Sturmböen. Am Bodensee sind mehrere Zentimeter Hagel möglich.
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Dunkle Wolken am 1. Juni über Stuttgart.
Von mic/red
Die Pfingstferien sind vorbei, die Koffer sind ausgepackt – und das Wetter liefert uns prompt die passende melancholische Untermalung zum Alltagstrott. Wer gehofft hatte, der Sommer würde jetzt so richtig durchstarten, wird enttäuscht. Statt Baggersee und Sonnenschein steht uns eine meteorologische Achterbahnfahrt bevor: Auf die Rückreisewelle folgen heftige Gewitter mit Hagelpotenzial und im Anschluss ein altbekanntes Phänomen – die Schafskälte, dieses Jahr allerdings in der Version „light“.
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Nachdem das Pfingstwochenende in Baden-Württemberg noch einmal mit sommerlichen Spitzenwerten von bis zu 28 Grad im Raum Stuttgart und an der Tauber verwöhnt hat, stellt die Atmosphäre nun auf Krawall um. Verantwortlich dafür ist ein klassischer Luftmassenwechsel: Warme, feuchte Luft aus dem Süden trifft auf kühlere Atlantikluft.
Hagel, Starkregen und Sturm Richtung Alb und Bodensee
Die Gewitterfront zieht von Westen her auf und bringt eine explosive Mischung mit sich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor lokalen Unwettern:
- Starkregen und Hagel: Besonders im Süden des Landes, in Richtung Bodensee und Schwäbische Alb, kann es zu heftigen Niederschlägen kommen.
- Sturmböen: Es ist mit stürmischen Böen von bis zu 60 km/h zu rechnen, auf den Gipfeln des Hochschwarzwalds fällt der Wind noch stärker aus.
Empfindliche Balkon- und Gartenpflanzen sowie lose Gegenstände sollten daher rechtzeitig gesichert werden. Kleinkörniger Hagel mit einer Größe bis knapp 2 Zentimeter ist möglich.
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Temperatursturz und „Schafskälte light“
Sobald die Unwetterfront durchgezogen ist, folgt der Temperatursturz. Um den 11. Juni herum gibt es häufig ein meteorologisches Phänomen, das im Volksmund als „Schafskälte“ bekannt ist. Traditionell droht frisch geschorenen Schafen zu dieser Zeit durch nasskalte Nordwestwinde ein spürbarer Kälteeinbruch.
In diesem Jahr fällt die Schafskälte jedoch relativ glimpflich aus. Statt dauerhafter, einstelliger Werte im nasskalten Spätherbst-Modus erwartet Baden-Württemberg ein klassisches Schaukelwetter.
Am Dienstag beruhigt sich das Wetter zwar schnell, und die Sonne zeigt sich wieder, das Thermometer stürzt jedoch spürbar ab.
Während am Oberrhein und im Raum Mannheim noch Höchstwerte um die 21 Grad erreicht werden, bleibt es im Bergland und auf den Höhenzügen der Alb mit gerade einmal 14 Grad empfindlich frisch.
In Baden-Württemberg wird es kühl und gewittrig
Die Entwarnung hält nicht lange an. Bereits ab Mittwoch kehren dichte Wolkenfelder, Schauer und am Nachmittag auch wieder vereinzelte Gewitter in den Südwesten zurück. Das Wetter bleibt unbeständig und pendelt sich im Großteil des Landes auf mäßig warme Werte zwischen 16 und 20 Grad ein. Regenschirm und Jacke sind in den kommenden Tagen wichtige Accessoires.
