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Australische Experten: Hunderte starben am Rauch der Feuer

dpa Canberra. Mehr als 30 Menschen verloren durch die gewaltigen Buschfeuer Anfang des Jahres in Australien offiziell ihr Leben. Doch nach Ansicht von Experten ist die tatsächliche Zahl der Opfer sehr viel höher.

Dichte Rauchwolken steigen im Januar über einem Wald an der australischen Ostküste auf. Foto: Glen Morey/Glen Morey/dpa

Dichte Rauchwolken steigen im Januar über einem Wald an der australischen Ostküste auf. Foto: Glen Morey/Glen Morey/dpa

Der Rauch der verheerenden Buschfeuer in Australien hat Hunderte Menschen das Leben gekostet. Das ergab einer Untersuchung der nationalen Kommission, die sich mit Fragen rund um den Katastrophenschutz befasst.

Tausende mussten laut der Experten wegen des Qualms in Krankenhäusern behandelt werden. Die Buschbrände wüteten von August bis März und zerstörten mehr als 12 Millionen Hektar Land. 33 Menschen starben. Mehr als eine Milliarde Tiere kamen nach Expertenschätzungen ums Leben.

Die Auswirkungen der Rauchentwicklung durch die gewaltigen Brände auf die Gesundheit seien jedoch noch viel größer als die durch die Buschbrände selbst, erklärte Fay Johnston, Umweltexpertin der University of Tasmania.

Den Schätzungen der Experten zufolge kamen in Folge des Qualms 445 Menschen ums Leben. Die Kosten zur Behandlung der Tausenden Erkrankten beliefen sich auf über zwei Milliarden australische Dollar (1,2 Mrd Euro).

Die Rauchentwicklung durch die Brände verschlechterte die Luftqualität in großen Städten wie Sydney und Canberra deutlich. 80 Prozent der Bevölkerung Australiens seien von dem Qualm betroffen, erklärten Experten der Royal Commission into National Natural Disaster Arrangements, ein von der Regierung gegründetes Gremium, das sich mit Fragen des Schutzes gegen Naturkatastrophen, des Umgangs damit und des Wiederaufbaus befasst.

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Erstellt:
26. Mai 2020, 09:21 Uhr

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