Baden-Württemberg stellt Gemeinden-Sicherheitskonzept vor

dpa/lsw Stuttgart. Mit einem neuen Präventionskonzept will das Land Baden-Württemberg die Sicherheit von jüdischen und muslimischen Gemeinden erhöhen. Neben der tatsächlichen Sicherheitslage stehe dabei auch das Sicherheitsgefühl der Glaubensgemeinschaften im Vordergrund, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag mit. Unter dem Slogan „Sicher in Glaubensgemeinschaften“ wurde das Programm demnach gemeinsam vom Landeskriminalamt (LKA) und dem Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg entwickelt.

Thomas Strobl, der Innenminister von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Thomas Strobl, der Innenminister von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Angebote für weitere Religionsgemeinschaften sollen laut Strobl folgen. Das neue Konzept vermittle unter anderem konkrete Verhaltenstipps und -hinweise für Mitglieder von Glaubensgemeinschaften bei verdächtigen Wahrnehmungen. Dabei berieten eigens geschulte Polizeibeamte die Glaubensgemeinschaften und unterstützten sie - etwa, wenn es um Veranstaltungen gehe, die durch religiöse oder politisch motivierte Kriminelle gefährdet seien.

„Nach den Attentaten in Halle und Hanau hat die Polizei ihre Schutzkonzepte für Glaubensgemeinschaften weiter verstärkt. Trotzdem stellen wir fest, dass insbesondere bei Bürgerinnen und Bürgern jüdischen und muslimischen Glaubens Verunsicherung besteht“, wurde Strobl in einer Mitteilung zitiert.

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Erstellt:
5. Januar 2021, 18:24 Uhr

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