„Timmy“ aus der Ostsee

Dänemark will toten Buckelwal doch obduzieren

Zwei Wochen nach seinem Transport wurde der als „Timmy“ bekannte Buckelwal tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt. Der Kadaver soll nun wissenschaftlich untersucht werden.

Der Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals soll vor der Insel Anholt entfernt werden.

© Marcus Golejewski/dpa

Der Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals soll vor der Insel Anholt entfernt werden.

Von red/dpa

Die dänischen Behörden wollen den Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals vor der Insel Anholt entfernen und eine Obduktion ermöglichen. Das Tier liege an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und werde dort Badegäste und Einheimische voraussichtlich stark stören, hieß es von der dänischen Umweltbehörde zur Begründung. Deshalb solle der Wal geborgen werden. „Derzeit wird an einer Lösung gearbeitet, die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern“, so Jane Hansen von der Umweltbehörde. 

Die Bergung des Wals, die Obduktion und die Probeentnahme übernehmen den Angaben zufolge dänische Forscher und Tierärzte. „Die dänischen Behörden sind zugleich in engem Austausch mit den deutschen Behörden über die Situation, und es findet eine laufende Abstimmung zwischen dänischen und deutschen Forschungseinrichtungen statt“, sagte Hansen laut einer Mitteilung. 

Die Umweltbehörde forderte Bürgerinnen und Bürger auf, sich dem Wal weiterhin nicht zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehen könne. Das mehrfach an Ostseeküsten gestrandete, geschwächte Tier war vor mehr als zwei Wochen von einer privaten Initiative zur Nordsee transportiert worden, wurde dann aber tot vor der Insel Anholt angeschwemmt.

Zum Artikel

Erstellt:
19. Mai 2026, 17:29 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen