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Designierter Verdi-Chef Werneke fordert Pflegereform

dpa Berlin. Frank Werneke soll Nachfolger von Frank Bsirske an der Spitze von Verdi werden. In einem Interview macht er sich für eine einheitliche Pflege-Vollversicherung stark.

Ein Rollator und ein Gehstock stehen in einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Foto: Uwe Anspach

Ein Rollator und ein Gehstock stehen in einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Foto: Uwe Anspach

Der designierte neue Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat sich für einen grundlegenden Umbau der Pflegeversicherung ausgesprochen.

„Die Pflegeversicherung muss dringend weiterentwickelt werden“, sagte Werneke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). „Eine einheitliche Pflege-Vollversicherung für die gesamte Bevölkerung, in die alle Berufsgruppen einzahlen - ob Arbeiter, Angestellte oder Selbstständige - ist machbar und notwendig.“ Der 52-Jährige Verdi-Vize soll auf dem am 22. September beginnenden Bundeskongress zum Nachfolger Frank Bsirskes gewählt werden.

Ein großer Vorteil einer Pflege-Vollversicherung wäre die solidarische Finanzierung, sagte Werneke. Dafür könne dann der Eigenanteil im Pflegefall entfallen. Heute würden die Belastungen für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige vor allem in der stationären Pflege massiv steigen, beklagte Werneke. „Die Betroffenen müssen jetzt schnell entlastet werden. Eine vorläufige Sofortmaßnahme wäre die Deckelung der Eigenanteile.“

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Erstellt:
16. September 2019, 08:32 Uhr

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