Die Mischung macht’s bei Nagelsmann

Der Bundestrainer setzt in der WM-Vorbereitung auf Stabilität und Atmosphäre.

Von Carlos Ubina

Herzogenaurach - Julian Nagelsmann hat in Herzogenaurach die konkrete Vorbereitung auf die Fußball-WM begonnen – hier ein Überblick über die nächsten Tage und Stationen für die DFB-Auswahl.

Was passiert in Herzogenaurach?

Es gibt drei Trainingstage auf dem Gelände des Ausrüsters Adidas. Dabei will Nagelsmann keine Experimente auf dem Übungsfeld wagen, sondern das Bisherige festigen. Taktische Maßnahmen gehören dazu, aber der Bundestrainer will es nicht übertreiben. „Wir brauchen eine gute Mischung“, sagt Nagelsmann – zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Belastung und Erholung, zwischen Arbeit und Atmosphäre.

Wer fehlt zum Start?

Nur Kai Havertz, der mit dem FC Arsenal am Samstag im Finale der Champions League in Budapest gegen Paris Saint-Germain antritt. Havertz wird dann am kommenden Dienstag in Chicago zum DFB-Team stoßen. Dennoch hat der Bundestrainer im Moment 26 Spieler um sich, da in Jonas Urbig ein Trainingstorhüter dabei ist.

Wie ist der Stand bei Manuel Neuer?

Gut, wie Nagelsmann ausgeführt hat. Der Torhüter ist da, macht Werbeaufnahmen und trainiert auch. Allerdings wird er am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland nicht auflaufen. Trotz Rückholaktion steht zunächst weiter Oliver Baumann zwischen den Pfosten. Weil Neuer Wadenprobleme hat. „Eine kleine Verhärtung, aber kein Grund zur Sorge. Wenn Manu zu entscheiden hätte, würde er spielen“, sagt Nagelsmann.

Wie stellt sich die Personallage dar?

Felix Nmecha und Lennart Karl kommen aus längeren Verletzungspausen. Wichtiger ist für den Bundestrainer allerdings, wie sich die Situation mit Jamal Musiala gestaltet. Der Techniker ist ebenfalls lange ausgefallen und befindet sich noch nicht in Topform. Es fehlt die Leichtigkeit in seinen Aktionen. „Er hat zuletzt gute Fortschritte gemacht“, sagt Nagelsmann, „und er wird sich bis zum WM-Start steigern.“ Für die DFB-Mannschaft geht es am 14. Juni gegen Curaçao los. Und Musiala soll bei der Titelmission eine zentrale Rolle spielen. „Er ist mit 70 Prozent Leistungsfähigkeit immer noch besser als viele andere Spieler“, sagt der Bundestrainer.

Wie läuft die WM-Vorbereitung weiter?

Nach den Übungseinheiten in Franken steht am Sonntag gegen Finnland der letzte Test in Deutschland an – in Mainz. Am Tag danach gibt es in Frankfurt auf dem DFB-Campus ein öffentliches Regenerationstraining. Gelegenheit für die Fans, die Spieler zu sehen, ehe am 2. Juni der Flug über den Atlantik startet. Erste Station ist Chicago. In der US-Metropole erfolgt die Akklimatisierung in Amerika. Dort wird auch das letzte Testspiel angepfiffen. Im Soldier Field findet am 6. Juni (20.30 Uhr/MESZ/RTL) die Generalprobe gegen das US-Team statt.

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Erstellt:
28. Mai 2026, 22:04 Uhr
Aktualisiert:
29. Mai 2026, 20:49 Uhr

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