Die Zukunft kann mitgestaltet werden
Das Festival Futuromundo bringt Visionäre aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammen.
© Lg/Kovalenko
Die Futuromundo-Organisatoren Moritz Zimmer, Gordon und Leonard Sommer sowie Kai-Erik Ströbel (von links)
Von Torsten Ströbele
Stuttgart - Wo treffen eine Nachfahrin des chinesischen Präsidenten, eine 15-jährige erfolgreiche Unternehmerin und die Synchronstimme von James Bond aufeinander? Bei Futuromundo, dem zweiten Zukunftsfestival in Stuttgart. Die Veranstaltung soll Menschen zusammenbringen, die Zukunft aktiv gestalten wollen. Menschen, die bereit sind, aus Konzepten Realität zu formen. Und dabei ist es egal, ob es um Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung oder Politik geht.
Am Donnerstag, 25., und Freitag, 26. Juni, werden rund 150 internationale Gastredner rund um den Berliner Platz, die Liederhalle und das Haus der Wirtschaft die fünf Konferenzen mit Leben füllen – mit dem Ziel, zentrale Zukunftsfragen zu beleuchten, neue Ideen zu entwickeln, Partnerschaften zu knüpfen und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei geht es unter anderem um diese Fragen: Wie könnte die Stadt der Zukunft aussehen und welche Rolle spielen wir selbst? Im Fokus stehen konkrete Zukunftsbilder für Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Energie, öffentliche Räume und digitale Infrastrukturen, jenseits reiner Trendprognosen, hin zu umsetzbaren Leitideen.
Zudem spielt auch Bildung wieder eine große Rolle: Welche Rolle spielt KI? Wie muss in Zukunft gelernt werden – von der Kindheit bis in den Beruf? Konkrete Praxisbeispiele und Impulse aus Schule, Universität und Wirtschaft werden genannt und diskutiert. Christina Elkemann vom Drogeriemarkt dm spricht über neue Wege in der Ausbildung. Zu ihr gesellen sich Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen wie T-Systems, Deutsche Telekom, Accenture, Meta, Europa-Park, Trumpf, Microsoft und Zaha Hadid Architects (London).
Ebenfalls zu Gast ist Bibifotima Zukhurova. Sie ist 15 Jahre alt und gründete gemeinsam mit ihrer Schwester das Finanzbildungs-Start-up Marbiinvest. Sie ist Jungstudentin der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld und Schülerin am Gymnasium Harsewinkel. Auch die Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), ist beim Festival unterwegs sowie auf der Bühne. Sie wird zwar nicht Bowling spielen, aber das haben andere Akteure vor: Auf zehn Bahnen präsentieren sich im Rahmen der Veranstaltung ausgewählte Zukunftsgestalterinnen und -gestalter im Mauritius an der Schloßstraße. Teilnehmer erhalten dabei Einblicke in das regionale Innovationsökosystem und können neue Kontakte knüpfen. Und natürlich kommt auch der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz. Gastgeber des Formats ist die städtische Wirtschaftsförderung.
Das Institut français nimmt hingegen Videospiele genauer unter die Lupe. Unter anderem geht es um die Frage, wie Videospiele sinnvoll beim Lernen eingesetzt werden können – etwa zur Förderung von Sprachkompetenz, Motivation und interaktivem Lernen. Damit die Vernetzung und gute Laune mit dem Ende der Konferenzen nicht endet, wird auch noch gefeiert. Der Berliner Platz wird am 25. Juni ab 17 Uhr zur musikalischen Partymeile – für alle, egal ob mit oder ohne Eintrittskarte für Futuromundo.
Damit das Festival auch reibungslos über die Bühne gehen kann, benötigt es freiwillige Helfer – etwa 100 Stück. Wer eine Hälfte des Tages mit anpackt, erhält für die andere Hälfte kostenlosen Zugang zu allen Festivalbühnen.
Wer ein Ticket möchte, zahlt für einen Tag zwischen 164 und 199 Euro. Für Lehrende, Schulleitende, Studierende und Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte gibt es Karten für 66 Euro. Zwei Tage kosten zwischen 264 und 299 Euro. Bewerbungen als freiwillige Helfer sind unter www.futuromundo.com/volunteers möglich.
