Wandertipp für Baden-Württemberg

Eine Wanderung auf dem Hochschwarzwälder Hirtenpfad

Auf 1000 Höhenmetern führt die Wanderung über Wiesen, durch lichte Wälder und an Waldrändern entlang.

Schöne Aussichten bei der Wanderung auf dem Hochschwarzwälder Hirtenpfad.

© Jakob Panitz

Schöne Aussichten bei der Wanderung auf dem Hochschwarzwälder Hirtenpfad.

Von Jakob Panitz

Wo auf den Höhen des Schwarzwalds jahrhundertelang Kinder Ziegen und Kühe gehütet haben, befindet sich heute der Hochschwarzwälder Hirtenpfad, ein etwa acht Kilometer langer Rundwanderweg auf rund 1000 Höhenmetern in der Feldberg-Region. Die Strecke führt über Wiesen, durch lichte Wälder und an Waldrändern entlang. Ein Highlight sind die schönen Ausblicke über das Urseetal bis nach Lenzkirch und bei guter Sicht bis zu den Alpen.

Die als mittelschwer eingestufte Tour startet auf einem Wanderparkplatz zwischen Altglashütten und Lenzkirch-Raitenbuch. Die Strecke ist gut ausgeschildert, jedoch anfangs nur bedingt kinderwagentauglich. Im ersten Teil geht es überwiegend durch Waldgebiet, im zweiten wandert man meist in der freien Landschaft. Schautafeln am Weg informieren über das einstige Leben der Hirten und die damalige mühevolle Bewirtschaftung der Felder.

Fakten zur Wanderung auf den Hochschwarzwälder Hirtenpfad

Streckenlänge: rund 8 Kilometer

Höhenmeter: 230 Höhenmeter

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Hirtenpfad (kostenlos)

Anfahrt mit Auto, Bus und Bahn bis nach Feldberg-Altglashütten

Feldberg-Altglashütten liegt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Mit dem Auto fährt man über die A81 (Ausfahrt Bad Dürkheim) nach Feldberg-Altglashütten. Am Ende der Ortsumfahrung links, Richtung Raitenbuch. Kurz nach dem Ortsschild von Raitenbuch biegt man rechts ab, zum Wanderparkplatz Hirtenpfad, der auf circa 1030 Metern Höhe liegt.

Koordinaten: Breitengrad 47.861943, Längengrad 8.141763.

Mit der Bahn fährt man von Stuttgart bis Freiburg/Breisgau, dann per S-Bahn nach Titisee Bahnhof, weiter per Linienbus nach Altglashütten und zu Fuß bis zum Startpunkt. Fahrpläne sind auf der Plattform Mobilität für Baden-Württemberg abrufbar.

Hier geht's lang

Vom Parkplatz aus geht es rund 80 Meter zurück, Richtung Fahrstraße. Hier biegt man rechts ab, der Beschilderung „Hirtenpfad“ folgend (1). Zunächst geht es auf einem breiten Pfad, teils mit Wurzeln, dann geschottert, am Waldrand entlang Richtung Osten. Der Weg teilt sich, man bleibt geradeaus, dem Hirtenpfad-Logo folgend. Rund zehn Minuten nach dem Start kommt man auf ein freies Feld, mit Blick auf das idyllisch im Tal gelegene Raitenbuch und auf Lenzkirch am Horizont.

 

Man erreicht einen breiten Wirtschaftsweg, biegt hier rechts ab. Es geht in den Wald. Circa 300 Meter weiter, biegt man links ab, auf einen abwärts führenden Pfad (2). Achtung: Das Hirtenpfad-Logo ist hier nicht linker Hand, wo es sein sollte, sondern rechts platziert, an einem Baum.

Es geht aus der dichten Bewaldung heraus und wenig später hat man wieder einen Blick auf das circa vier Kilometer entfernte Lenzkirch. Es geht leicht abwärts, vorbei am Möslehof, mit überdachter Picknickstelle auf rund 850 Höhenmetern, dem tiefsten Punkt dieser Tour. Man folgt der Beschilderung „Hirtenpfad“ nach rechts, auf einen Wiesenpfad. Auf einer Brücke geht es über das Stoffelbächle, dann auf einem schmalen Pfad aufwärts. Man erreicht die Fahrstraße von Raitenbuch nach Lenzkirch, geht hier rechts und quert nach circa 30 Metern (3) die Straße (beschildert).

Weiter wandert man nun wieder auf einem aufwärts führenden Pfad. Die Strecke ist steinig und mit Wurzeln. Wenig später erreicht man einen breiten Schotter- Weg. Hier beginnt der Teil des Hirtenpfads, bei dem man die schönen Ausblicke auch etwas länger genießen kann, denn immer wieder laden Sitzbänke zu einer kurzen Rast ein.

Nun kommt man an einen Querweg und folgt der Beschilderung, beziehungsweise dem Logo „Hirtenpfad“. Auf breitem Weg wandert man durch lichten Mischwald und eine Heidelandschaft, bis man die Berger Straße quert (4), die mehrere Höfe verbindet.

Es geht weiter nach oben, nach Westen, zurück zum Startpunkt, weiter durch lichten Mischwald, einfach geradeaus. Auf diesem Abschnitt erreicht man den höchsten Punkt der Tour: 1060 Meter.

Nach knapp zwei Kilometern kommt man aus dem Wald heraus. Nun geht man am Waldrand (5) entlang, auf halber Höhe, etwa einen Kilometer. Man kommt auf ein geteertes Sträßchen, biegt links ab (6) – und wandert abwärts dem schon sichtbaren Startpunkt entgegen.

Einkehr in der Nähe des Startpunkts: Köhlerei am See (direkt am Windgfällweiher) und Restaurant Waldeck, am Ortsrand von Altglashütten.

Kartentipp: Eine Karte mitzuführen wird empfohlen, da die Wege auf Grund von Baumfällarbeiten oder witterungsbedingt gesperrt bzw. schwer begehbar sein können. LGL-Wanderkarte W258, Titisee-Neustadt, 1:25 000, Schwarzwaldverein, 9,50 Euro, ISBN 978-3-86398-484-7.

Weitere Infos gibt es unter www.hochschwarzwald.de

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Erstellt:
26. Mai 2026, 09:50 Uhr

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