Erneuter Todesfall bei den Koalas

Ein Weibchen leidet an Anämie und Bakterienbefall, es muss eingeschläfert werden. Was steckt hinter den Todesfällen in der Australienwelt?

Von dpa/red

Stuttgart - Trauer in der Stuttgarter Wilhelma: Dort musste ein Koala-Weibchen eingeschläfert werden, wie der Zoologisch-Botanische Garten mitteilte. Der gesundheitliche Zustand der sieben Jahre alten Scarborough habe sich stark verschlechtert. Dem pathologischen Befund nach litt das Tier an einer schweren Anämie (Blutarmut). Woher diese kam, ist unklar. Außerdem hatten Tierärzte in Lunge, Leber und Niere des Weibchens das Bakterium Bordetella gefunden.

In den vergangenen Monaten waren bereits zwei junge Koalas in der Wilhelma gestorben. Auch sie waren von Bordetellen befallen. Der Erreger hatte bei den beiden Jungtieren schwere Lungenentzündungen ausgelöst. Ob bei Scarborough ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Bordetellen und der bei ihr festgestellten Anämie besteht, kann laut Wilhelma weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Die Koalas in der Wilhelma werden regelmäßig geimpft

„Aufgrund unserer Erfahrungen haben wir uns entschlossen, unsere Koalas regelmäßig gegen Bordetellen zu impfen“, teilte der leitende Tierarzt der Wilhelma, Tobias Knauf-Witzens, mit. Bislang habe es dafür keine offizielle Empfehlung gegeben, da solche Erkrankungen bei in Europa gehaltenen Koalas in dieser Form bislang nicht bekannt gewesen seien.

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Erstellt:
11. Februar 2026, 22:10 Uhr
Aktualisiert:
11. Februar 2026, 23:58 Uhr

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