Kommentar: Ausreden von Meta & Co. nicht akzeptieren

Kommentar: Ausreden von Meta & Co. nicht akzeptieren

Mark Zuckerberg, Chef des Meta-Konzerns, bei einer Anhörung im US-Senat in Washington

© AFP/Brendan Smialowski

Mark Zuckerberg, Chef des Meta-Konzerns, bei einer Anhörung im US-Senat in Washington

Von Rainer Pörtner

Stuttgart - Das Urteil ist hoffentlich wegweisend: Der US-Konzern Meta wurde von einem US-Gericht schuldig befunden, Minderjährige auf den Plattformen Facebook, Instagram und Whatsapp nicht ausreichend vor Online-Anmache, sexuellem Missbrauch und Menschenhandel zu schützen. Die Algorithmen der Plattformen und mangelnde Schutzvorkehrungen machten es Tätern leicht, an Kinder heranzukommen. Das Gericht verhängte eine Strafe von 375 Millionen Dollar.

Der Richterspruch ist ein seltener Erfolg für Kläger, die Tech-Riesen für das zur Rechenschaft ziehen wollen, was in ihren Sozialen Netzwerken, auf ihren Online-Plattformen Übles geschieht. In den USA sind hunderte Verfahren anhängig, in denen Klage geführt wird, dass Meta & Co. systematisch die Sicherheit und die psychische Gesundheit von Kindern gefährden.

Bisher wurden die Konzerne kaum in Haftung genommen für Inhalte, die Dritte auf ihren Plattformen verbreiten. Die Unternehmen reden sich damit heraus, dass sie ja nur die technische Verteilung organisieren würden und zudem alles Erdenkliche täten, um Kinder zu schützen. Beide Argumente dürfen nicht mehr akzeptiert werden, sie sind nur Ausreden. Die Wahrheit ist: DieAlgorithmen sind immer noch so eingestellt, dass sie süchtig machen sollen; sie begünstigen weiterhin Hass, Hetze und kriminelles Tun im Netz. Das darf gesellschaftlich und rechtlich nicht länger toleriert werden.

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Erstellt:
25. März 2026, 22:06 Uhr
Aktualisiert:
25. März 2026, 23:55 Uhr

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