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Lage in Österreich entspannt sichnt

dpa Lienz/Klagenfurt. Einige Erdrutsche und erste Aufräumarbeiten bestimmen am Dienstag die Situation in den Unwettergebieten in Österreich. Besondere Aufmerksamkeit erhält ein spektakulärer Hubschrauber-Einsatz für einen Dreijährigen.

Ein Feuerwehrfahrzeug steht auf einer überfluteten Straße in Kärnten. Foto: -/APA/BFK08/dpa

Ein Feuerwehrfahrzeug steht auf einer überfluteten Straße in Kärnten. Foto: -/APA/BFK08/dpa

Nach den Unwetter-Tagen hat sich die Lage in Österreich vielerorts entspannt - komplett gebannt war die Gefahr aber noch nicht. Auch am Dienstag drohten in Oberkärnten und Osttirol Lawinen in die Täler zu krachen, zahlreiche Hänge rutschten tatsächlich ab.

Die günstige Wettersituation konnte am Vormittag aber auch schon für Aufräumarbeiten genutzt werden.

Zu einem aufsehenerregenden Einsatz kam es in der Nacht auf Dienstag in Heiligenblut unweit des Großglockners. Ein Dreijähriger musste hier wegen eines Blinddarmdurchbruchs ausgeflogen werden. Wie mehrere Medien berichteten, musste die Feuerwehr dafür einen Landeplatz freischaufeln und auch einige Bäume fällen. Autofahrer wurden angehalten, die Lichter abzublenden, da die Hubschrauber-Crew mit Nachtsichtbrillen unterwegs war.

Der Junge wurde gemeinsam mit seinem Vater ins Klinikum Klagenfurt gebracht. „Der Zustand des Burschen ist stabil und er wird kinderchirurgisch versorgt“, sagte Klinikum-Sprecherin Nathalie Trost am Dienstagmorgen der dpa.

In Osttirol krachte eine Schlammlawine in der Nacht auf Dienstag in zwei Häuser. Die beiden Gebäude mussten evakuiert werden, verletzt wurde niemand. Die Bewohner wurden bei Verwandten untergebracht, teilte die Polizei mit. Weil eine Trinkwasser-Quelle verunreinigt wurde, wurde die Bevölkerung in Bad Kleinkirchheim (Kärnten) dazu aufgerufen, das Trinkwasser sicherheitshalber abzukochen.

Insgesamt normalisierte sich die Lage in den meisten von den Unwettern zuletzt stark betroffenen Gebieten aber merklich. In den österreichischen Teilen Tirols ging die Lawinengefahr zurück, auch einige Straßensperren konnten landesweit aufgehoben werden. „Die Niederschlagsfront, die seit Dienstagnacht über Kärnten hinweg zieht, sollte zu keiner wesentlichen Erhöhung der derzeitigen Spitzenabflüsse beziehungsweise der Wasserstände führen“, sagte Johannes Moser vom Hydrografischen Dienst Kärnten der „Kleinen Zeitung“.

Im Salzburger Land nutzten die Einsatzkräfte die gute Witterung am Dienstagvormittag für Aufräumarbeiten. Alleine im Gasteinertal und im Raurisertal seien jeweils Hunderte abgerutschte Hänge gesichtet worden, berichtete die APA. „Wir schauen, dass zunächst die wichtigste Infrastruktur wiederhergestellt und die evakuierten Häuser wieder bewohnt werden können“, sagte demnach Katastrophenreferent Norbert Paßrucker.

Dass die vergangenen Tage für die Einsatzkräfte in Österreich ein Kraftakt waren, verdeutlichten Zahlen aus Kärnten. Bis Dienstag halfen hier 9500 freiwillige Helfer der Feuerwehren bei mehr als 1200 Einsätzen. Das Land Tirol geht nach ersten Schätzungen bereits von zehn Millionen Euro Schaden durch die Unwetter der vergangenen Tage aus. Derzeit gäbe es eine Entspannung, „wir müssen aber weiterhin auf der Hut sein“, sagte Landeschef Günther Platter bei einer Pressekonferenz.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erwartete für Dienstag nochmals Regen und Schnee in Osttirol und Kärnten, am Abend und in der Nacht auf Mittwoch sollten die Niederschläge aber abklingen. „Die restliche Woche bringt nach aktuellem Stand der Prognosen dann keine größeren Regen- und Schneemengen“, so die ZAMG.

In Straßburg in Kärnten stehen nach den anhaltenden Regenfällen viele Häuser unter Wasser. Foto: Unbekannt/BFK08/APA/dpa

In Straßburg in Kärnten stehen nach den anhaltenden Regenfällen viele Häuser unter Wasser. Foto: Unbekannt/BFK08/APA/dpa

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Erstellt:
19. November 2019, 13:58 Uhr

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