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Lawine bedroht Dorf in Oberbayern

Die 266 Einwohner von Raiten müssen ihre Häuser räumen

Schlechingen /DPA - Lawinengefahr macht den Menschen in den Schneegebieten Oberbayerns weiter zu schaffen. Die 266 Einwohner des Schlechinger Ortsteils Raiten können mindestens bis Freitag nicht in ihre Häuser zurück und müssen bei Familien und Freunden bleiben, wie das Landratsamt Traunstein am Donnerstag mitteilte. Eine Notunterkunft im Feuerwehrhaus im Nachbarort Unterwössen sei seit Mittwoch eingerichtet, bisher habe sie aber niemand genutzt.

Oberhalb von Raiten von der Südseite der knapp 1600 Meter hohen Hochplatte hat sich in den Schneemassen eine gefährliche Lage entwickelt. „Wenn sich das löst, könnte eine Staublawine mit bis zu 400 Stundenkilometern entstehen“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Die Gefahr sei nicht gebannt.

Landwirte aus Raiten holten auf eigene Gefahr 80 Rinder, fünf Ziegen, ein Schaf, ein Pferd sowie einen Hasen aus der Gefahrenzone, da sie die Tiere nicht unversorgt lassen wollten. Hubschrauberbesatzungen der Bundeswehr hatten aus der Luft beobachtet, dass sich der Schnee an dem Hang gesenkt hatte – akute Gefahr. Deshalb war der gesamte Ort geräumt worden.

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Erstellt:
21. Januar 2019, 16:11 Uhr

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