Politikaward 2026

Müntefering über Merz: „Soviel Hinterhältigkeit – lassen wir ihn mal“

Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering ist als begnadeter Rhetoriker in Erinnerung geblieben. Einen Ratschlag für den Kanzler hat er nicht.

Franz Müntefering (SPD), früherer SPD-Vorsitzender, wurde während der Verleihung der Politikawards 2026 im Tipi am Kanzleramt für sein Lebenswerk geehrt.

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa/Sebastian Christoph Gollnow

Franz Müntefering (SPD), früherer SPD-Vorsitzender, wurde während der Verleihung der Politikawards 2026 im Tipi am Kanzleramt für sein Lebenswerk geehrt.

Von red/dpa

Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) keine Ratschläge unter Sauerländern für seine Kommunikationsstrategie machen. „Soviel Hinterhältigkeit ist doch da. Ich denke mir: Lassen wir ihn doch mal“, sagte er am Abend bei der Verleihung des Politikawards für sein Lebenswerk des Magazins „Politik & Kommunikation“ und der Quadriga Hochschule in Berlin.

Merz und Müntefering stammen aus dem Sauerland. Der Kanzler steht wegen seiner zu forschen Rhetorik in der Kritik und hat bereits selbst Kommunikationsdefizite eingeräumt. 

Cem Özdemir (Grüne) als „Politiker des Jahres“ ausgezeichnet

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) würdigte Müntefering in seiner Laudatio als jemanden aus dem Maschinenraum, „der nicht schweigt, wenn es darauf ankommt“. Mit den „Politikawards“ zeichnen das Magazin „Politik und Kommunikation“ und die Quadriga Hochschule seit 2003 Politikerinnen und Politiker aus, die durch außergewöhnliche Leistungen aufgefallen sind. 

Der neue baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) wurde als „Politiker des Jahres“ ausgezeichnet. Er ließ sich bei der Gala in Berlin aber wegen eines nächtlichen Brands in einem Umspannwerk mit großflächigem Stromausfall in Reutlingen entschuldigen.

Zum Artikel

Erstellt:
8. Juni 2026, 23:42 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen