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Muss die Schleyerhalle einem Neubau weichen?

ExklusivLaut einer Untersuchung sind in Stuttgart Breiten- und Leistungssportler mit Hallen massiv unterversorgt

Stuttgart Die Landeshauptstadt bezeichnet sich selbst gern als Sportstadt. Doch was die Versorgung der Sportler mit geeigneten Hallen betrifft, ist die Lage schlecht. Das gilt gleichermaßen für Breiten- und Leistungssportler. Das Sportamt hat in einer Untersuchung, die unserer Zeitung vorliegt, jetzt die Situation analysiert – und kommt zu bemerkenswerten Ergebnissen, die die Sportlandschaft massiv verändern könnten.

So ist die Situation im Neckarpark, in dem sich die größten Stuttgarter Sportstätten bündeln, dem Papier zufolge nicht zufriedenstellend. DieSchleyerhalle„entspricht nicht mehr dem internationalen Standard für Sportgroßveranstaltungen“, heißt es darin. Die Experten fordern deshalb ein neues Konzept für den Neckarpark. Die Schleyerhalle müsse grundlegend saniert oder abgerissen und neu gebaut werden.

Außerdem, so die Analyse, fehlt in Stuttgart eine Halle mit 4000 Zuschauerplätzen, die sich damit von der Größenordnung her zwischenPorsche-ArenaundScharrenabewegen würde.

Als idealer Standort gilt auch hier der Neckarpark in Bad Cannstatt. Genutzt werden könnte die Halle von sportlich ambitionierten Mannschaften, die mindestens in der Zweiten Bundesliga antreten. Gedacht ist beispielsweise an Spitzenspiele der Volleyballerinnen desMTV Stuttgartoder der Handballer vomTVB Stuttgart.

Auch der Eissport braucht den Experten zufolge dringend Verbesserungen. Sie sehen Bedarf für eine dritte Eishalle auf der ­Waldau, um Eishockeyspielern und Eisläufern bessere Bedingungen zu schaffen. Für den Breitensport fehlen den Berechnungen zufolge in Stuttgart bis 2030 mehrere Dutzend Sporthallen, um den Bedarf auch nur ansatzweise decken zu können. Schon jetzt ist die Lage vielerorts bedenklich.

Die Vorschläge sollen Anfang Juli im Gemeinderat diskutiert werden. Gedacht ist an erste Schritte so schnell wie möglich.

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Erstellt:
18. April 2019, 06:08 Uhr

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