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Noch 29 Strafverfahren gegen mutmaßliche NS-Täter

dpa Hamburg. Nur noch wenige Nazi-Verbrecher leben - und die wenigen, gegen die Ermittlungen laufen, sind oft hochbetagt. Der NDR hat die noch laufenden Verfahren zusammengezählt.

Ein ehemaliger SS-Mann im November 2018 auf der Anklagebank eines Landgerichts. Foto: Guido Kirchner/Illustration

Ein ehemaliger SS-Mann im November 2018 auf der Anklagebank eines Landgerichts. Foto: Guido Kirchner/Illustration

In Deutschland laufen nach Informationen des NDR-Magazins „Panorama 3“ noch 29 Strafverfahren gegen mutmaßliche Nazi-Verbrecher. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 50 namentlich bekannte Beschuldigte, teilte der NDR mit. Darunter seien auch Frauen.

Vor allem KZ-Wachleute seien in den Fokus der Ermittlungen geraten. Allerdings sei bei einigen unklar, ob sie noch leben.

Wie eine Umfrage des Magazins ergab, beginnt im Oktober etwa am Landgericht Hamburg ein Verfahren gegen einen 93-Jährigen, der Wachmann im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig gewesen sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor. Ebenfalls in Hamburg laufen Ermittlungen gegen eine 97 Jahre alte ehemalige Aufseherin des KZ Bergen-Belsen, die 1945 an einem Todesmarsch beteiligt gewesen sein soll, bei dem 1400 Frauen getötet wurden.

Die meisten Verfahren laufen laut der Umfrage bei den Staatsanwaltschaften in Neuruppin und Erfurt. Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein und Bayern sind demnach noch Verfahren gegen mutmaßliche NS-Verbrecher anhängig.

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Erstellt:
24. September 2019, 11:27 Uhr

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