Trump nannte ihn Versager

Republikaner Thomas Massie verliert Vorwahl

Er stieß die Aufarbeitung der Epstein-Akten im Kongress an und kritisierte den Iran-Krieg. Nun ist klar: Thomas Massie wird dem US-Parlament nicht erneut angehören.

Der bei  Trump in Ungnade gefallene Republikaner Thomas Massie ist aus dem Rennen um die Zwischenwahlen im Bundesstaat Kentucky ausgeschieden (Archivfoto).

© IMAGO/Anadolu Agency/IMAGO/Nathan Posner

Der bei Trump in Ungnade gefallene Republikaner Thomas Massie ist aus dem Rennen um die Zwischenwahlen im Bundesstaat Kentucky ausgeschieden (Archivfoto).

Von Jan Christoph Freybott

Der bei US-Präsident Donald Trump in Ungnade gefallene Republikaner Thomas Massie ist aus dem Rennen um die Zwischenwahlen im Bundesstaat Kentucky ausgeschieden. Sein parteiinterner Kontrahent Ed Gallrein lag nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorn, wie der Sender CNN berichtete. Damit ist klar, dass Massie bei der Wahl für das Repräsentantenhaus im November nicht für die Republikaner antreten wird.

Die Vorwahl stand besonders im Fokus, weil Massie immer wieder Stellung gegen Trumps Krieg im Iran bezog. Zudem war er es, der gemeinsam mit dem Demokraten Ro Khanna das Gesetz für die Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein voranbrachte.

Noch am Wahltag veröffentlichte Trump eine Kaskade an Posts, in denen er Massie wahlweise als schlechtesten Kongressabgeordneten der US-Geschichte oder als schlechtesten Abgeordneten seiner Partei bezeichnete. Trumps Appell: „Kentucky, schmeißt diesen VERSAGER bei der Wahl am Dienstag aus der Politik!“

Vorwahl galt als Test für Trump

Nach 14 Jahren im Kongress ist Massie in seiner Partei ein bekanntes Gesicht. Die Vorwahl galt deshalb auch als Test, wie gut Trump die republikanische Wählerbasis mobilisieren kann.

Im November stehen in den Vereinigten Staaten die Zwischenwahlen an, bei denen das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats neu gewählt werden. Verlieren die Republikaner auch nur in einer der beiden Kammern ihre aktuell sehr knappe Mehrheit, wird Trump keine größeren Gesetzesinitiativen mehr durchsetzen können. Zudem müsste er sich möglicherweise auf ein weiteres Amtsenthebungsverfahren einstellen.

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Erstellt:
20. Mai 2026, 08:14 Uhr
Aktualisiert:
20. Mai 2026, 08:20 Uhr

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