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Hunderttausende Musikfans müssen auf Festivals verzichten

dpa Nürnberg/Nürburg/Wacken. Ob Rock, Metal oder Elektro: Hunderttausende Menschen wollten in diesem Sommer auf Festivals feiern und ihre Stars live erleben. Doch daraus wird jetzt nichts - wegen der Corona-Pandemie.

Besucher von „Rock im Park“ feiern im Jahr 2019. Foto: Daniel Karmann/dpa

Besucher von „Rock im Park“ feiern im Jahr 2019. Foto: Daniel Karmann/dpa

Der Festivalsommer in Deutschland wird weitestgehend ausfallen.

Nachdem Bund und Länder grundsätzlich alle Großveranstaltungen bis 31. August untersagt haben, dürfte es für die Austragung großer Festivals mit zum Teil Zehntausenden Zuschauern keine rechtliche Grundlage mehr geben. Heute verkündeten deshalb unter anderem die Veranstalter des Heavy-Metal-Festivals in Wacken und der beiden Zwillingsfestivals „Rock am Ring“ (Nürburgring) und „Rock im Park“ (Nürnberg) Absagen.

Auch die Festivals „Hurricane“, „Southside“, „Deichbrand“, „Elbjazz“, „Limestone“, „Highfield“ und „M’era Luna“ des Veranstalters FKP Scorpio sind bereits abgesagt. Das „Airbeat One“ und die „Fusion“ in Mecklenburg-Vorpommern werden ebenfalls nicht stattfinden. „Bis zur letzten Minute haben wir gehofft, dass sich die Situation bis zum Juli wieder bessert“, ist auf der Webseite des „Airbeat One“ zu lesen.

Betroffen von Absagen sind auch zahlreiche andere Events, wie das Piraten Open Air in Mecklenburg-Vorpommern oder das Elspe-Festival im Sauerland. Auch das internationale Africa Festival in Würzburg wird in diesem Sommer wegen der Corona-Auflagen nicht stattfinden.

Viele Veranstalter verwiesen bei ihrer Absage schon auf die nächste Ausgabe ihrer Veranstaltung im Jahr 2021. „Die Neuansetzung der Jubiläumsfestivals von „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ ist jetzt für das zweite Juni-Wochenende 2021 terminiert“, hieß es vom Veranstalter Live Nation. Eigentlich sollten am ersten Juni-Wochenende 35 Jahre „Rock am Ring“ und 25 Jahre „Rock im Park“ gefeiert werden. Jetzt richteten sich alle Hoffnungen auf die Zeit nach dem Ende des Ausnahmezustandes.

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Erstellt:
16. April 2020, 12:51 Uhr

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