Nach Brand in Umspannwerk
Strom für Reutlinger Firmen soll ab Mittwoch wieder fließen
Nach dem Brand in einem Reutlinger Umspannwerk sollen bis Mittwoch alle Industrie- und Gewerbekunden wieder Strom haben. Die Reparaturen insgesamt könnten aber noch Monate dauern.
© dpa/Marijan Murat
Ein Mitarbeiter von FairNetz arbeitet auf dem Gelände eines Umspannwerks in Reutlingen, in dem es gebrannt hatte. m
Von red/dpa/lsw
Nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen sollen bis diesen Mittwoch auch alle Industrie- und Gewerbekunden wieder mit Strom versorgt sein. Das teilte der Betreiber Netze BW mit. „Hoffentlich ist die Vollversorgung morgen wiederhergestellt“, sagte Richard Huber, Leiter systemübergreifende Infrastruktur bei der Netze BW.
Den Gesamtschaden zu beheben, wird seinen Worten zufolge jedoch noch Wochen oder gar Monate dauern. Das aber habe keine Auswirkungen auf die Stromkunden. Was die Arbeiten kosten werden, sei bis jetzt nicht zu beziffern, es dürfte sich aber um Millionen von Euro handeln, wie er weiter erläuterte.
Rund 7.600 Gebäude betroffen
Zu Sicherheitskonzepten – etwa Kameras auf dem Gelände – äußerte sich Netze BW nicht. Man habe solche Konzepte und passe sie ständig an mögliche Bedrohungslagen oder auch Starkwetterereignisse an. Die Art der Sicherheitskonzepte würde nach der Wichtigkeit der jeweiligen Anlagen – etwa dem Ausmaß eines möglichen Stromausfalls oder der dahinterliegenden Kundengruppe wie beispielsweise wissenschaftliche Institute – gestaffelt. Das Umspannwerk in Reutlingen sei weder eine besonders große noch besonders außergewöhnliche Anlage, sagte Huber.
Von dem durch das Feuer ausgelösten Stromausfall in der Nacht zum Montag waren rund 7.600 Gebäude und etwa 40.000 Menschen betroffen gewesen. Am Brandort war ein möglicher Brandbeschleuniger gesichert worden. Wer der oder die Täter gewesen sein könnten, ist offen. Hinweise auf einen politischen Hintergrund gibt es nach Angaben der ermittelnden Behörden bisher nicht.
