UN: Fortschritt von mangelndem Klimaschutz abgewürgt

dpa New York. Fortschritt oder Klimaschutz - ein unlösbares Dilemma? UN-Experten jedenfalls weisen darauf hin, dass das eine oft nur auf Kosten des anderen erreicht wird.

Kohle-Verladehafen in Powhatan Point im US-Bundesstaat Ohio. Der Human Development Report des UNDP enthält neben Daten etwa zu Gesundheit, Bildung und Lebensstandard eines Landes erstmals auch einen Klima-Index. Foto: picture alliance / Andreas Hoenig/dpa

Kohle-Verladehafen in Powhatan Point im US-Bundesstaat Ohio. Der Human Development Report des UNDP enthält neben Daten etwa zu Gesundheit, Bildung und Lebensstandard eines Landes erstmals auch einen Klima-Index. Foto: picture alliance / Andreas Hoenig/dpa

Der Fortschritt der Menschheit wird einem UN-Bericht zufolge abgewürgt, wenn die Weltgemeinschaft nicht stärker gegen den Klimawandel vorgeht. Das geht aus dem Jahresbericht Human Development Report des UN-Entwicklungsprogramms UNDP hervor.

Der Bericht enthält neben Daten unter anderem zu Gesundheit, Bildung und Lebensstandard eines Landes erstmals auch einen Klima-Index, der beispielsweise den Kohlendioxid-Ausstoß berücksichtigt.

Wenn dieser Index einberechnet wird, fallen einige Länder, darunter Luxemburg, Singapur, Australien und die USA, in der Entwicklungsrangliste deutlich zurück. Andere Länder, wie beispielsweise Costa Rica oder Panama, klettern nach vorne. „Viele Länder haben große Fortschritte erreicht, aber sie haben das auf Kosten großer Schäden an unserem Planeten getan“, sagte UNDP-Chef Achim Steiner. Deutschland liegt in der Rangfolge mit dem neuen Index auf dem sechsten Platz, hinter Norwegen, Irland, der Schweiz, Hongkong und Island.

© dpa-infocom, dpa:201215-99-695828/3

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Erstellt:
15. Dezember 2020, 14:07 Uhr

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