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Verheerende Brände toben im brasilianischen Amazonasgebiet

dpa São Paulo. In der Millionenmetropole São Paulo berichten Einwohner bereits von einem „schwarzen Regen“. 2000 Kilometer entfernt bedrohen schwere Waldbrände das brasilianische Amazonasgebiet.

Die Waldbrände sind auch im 2000 Kilometer entfernten São Paulo in Form von schwarzem Regen zu spüren. Foto: Andre Lucas

Die Waldbrände sind auch im 2000 Kilometer entfernten São Paulo in Form von schwarzem Regen zu spüren. Foto: Andre Lucas

In Brasilien wüten die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar haben die Feuer und Brandrodungen im größten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zugenommen, wie die Zeitung „Folha de S. Paulo“ berichtete.

Insgesamt seien 72.843 Brände registriert worden. In den meisten Fällen seien Flächen in Privatbesitz betroffen, aber auch in Naturschutzgebieten und indigenen Ländereien brenne es immer wieder.

Im fast 2000 Kilometer von den Brandherden entfernten São Paulo hatte sich zuletzt mitten am Tag der Himmel verdunkelt. Bewohner der Millionenmetropole berichteten von schwarzem Regen. Untersuchungen von zwei Universitäten bestätigten, dass das Regenwasser Brandrückstände enthält, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Die meisten Brände wurden zuletzt im Bundesstaat Mato Grosso im Süden des Amazonasgebiets gemeldet. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da es in der Region nur wenige Straßen gibt und sich die Einsatzkräfte deshalb mit Booten auf Flüssen bewegen müssen. Zudem gibt es unterirdische Feuer, die lange unentdeckt bleiben. „Wir geben unser Bestes“, sagte Umweltminister Ricardo Salles. „Es kommt im Moment häufiger zu Bränden, weil es zuletzt sehr trocken war.“

Tatsächlich hat die Trockenzeit in der Region gerade erst begonnen. Im August und September werden im Amazonasgebiet unterdurchschnittliche Niederschläge erwartet. „Das sind nicht gerade beruhigende Aussichten“, sagte der Koordinator der Brandbeobachtung der Nationalen Weltraumagentur INPE, Alberto Setzer, dem Portal Infoamazonia.

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Erstellt:
21. August 2019, 16:45 Uhr

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