IPO-Handelsstart & Einbuchung

Wann kommt die SpaceX-Aktie im Depot an?

SpaceX startet an der Börse, doch wer die Aktie gezeichnet hat oder am Handelsstart kauft, bekommt sie womöglich nicht sofort ins Depot. Warum der erste Handelstag und die tatsächliche Einbuchung auseinanderfallen können.

SpaceX startet heute, am 12. Juni 2026 an der Börse. Doch wer die Aktie gezeichnet oder gekauft hat, bekommt sie wohl nicht sofort ins Depot. Was Anleger wissen müssen.

© Ployker / Shutterstock.com

SpaceX startet heute, am 12. Juni 2026 an der Börse. Doch wer die Aktie gezeichnet oder gekauft hat, bekommt sie wohl nicht sofort ins Depot. Was Anleger wissen müssen.

Von Matthias Kemter

Wer SpaceX-Aktien zum IPO gezeichnet hat oder heute noch kaufen möchte, stellt sich vor allem die Frage, wann die Aktie im Depot landet. Die kurze Antwort lautet: sehr wahrscheinlich nicht mehr heute. Zwar startet SpaceX heute an der Nasdaq, die Einbuchung für viele Privatanleger dürfte aber erst ab Montag, dem 15. Juni 2026 erfolgen.

Warum ist die SpaceX-Aktie noch nicht im Depot?

Beim Börsengang fallen Handelsstart und Einbuchung ins Depot oft nicht auf denselben Zeitpunkt. Ab heute beginnt zwar der Handel der SpaceX-Aktie, die neuen Aktien müssen aber zunächst an die beteiligten Banken geliefert und danach an Broker und Depotbanken weitergereicht werden. Erst dann erscheint die Position im Depot. Gerade bei einem IPO dieser Größenordnung ist es deshalb normal, dass zwischen Erstnotiz und tatsächlicher Depotbuchung Zeit vergeht. Das bedeutet, selbst wenn SpaceX am ersten Handelstag stark steigt, haben viele Zeichner und Käufer die Aktie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Depot und können so auch nicht verkaufen. Wann die Buchung sichtbar wird, hängt zusätzlich vom jeweiligen Broker und dessen internen Abwicklungsprozessen ab.

SpaceX-Aktie wohl frühestens ab 15. Juni im Depot

Die SpaceX-Aktie startet heute an der Nasdaq in den Handel. Der reguläre US-Handel beginnt dort um 15.30 Uhr deutscher Zeit. Der erste offizielle Kurs kann bei einem IPO von dieser Größe aber auch erst später festgestellt werden. Beim IPO von Alibaba dauerte es zum Beispiel mehr als zwei Stunden, bis der erste Preis gefunden war. Somit könnte es auch durchaus passieren, dass die SpaceX-Aktie erst heute Abend gekauft werden kann. Die Abwicklung selbst wird dann wahrscheinlich auch nochmal dauern, denn laut Prospekt ist die Lieferung an die beteiligten Banken frühestens für den 15. Juni vorgesehen. Die Einbuchung bei europäischen Privatanlegern erfolgt danach so bald wie möglich und hängt vom jeweiligen Broker ab.

Warum der SpaceX-Börsenstart so besonders ist

Der Börsenstart von SpaceX ist nicht nur wegen seiner schieren Größe besonders. Mit einer Bewertung von rund 1,77 Billionen Dollar und einem Emissionsvolumen von etwa 75 Milliarden Dollar würde das Unternehmen auf einen Schlag in die Liga der wertvollsten Börsenkonzerne der Welt aufsteigen. Ungewöhnlich ist aber auch, was Anleger mit der Aktie eigentlich kaufen. Denn SpaceX ist längst nicht mehr nur ein Raketenbauer, sondern verbindet Raumfahrt, das Satelliteninternet Starlink, staatliche Aufträge, KI-Infrastruktur und Zukunftsprojekte wie Rechenzentren im All zu einer hochspekulativen Investmentstory. Genau darin liegt der Reiz und das Risiko. Der Börsengang steht für den Versuch, eine Vision vom nächsten digitalen Infrastrukturkonzern an die Börse zu bringen, obwohl große Teile des Geschäfts noch verlustreich sind und die Bewertung bereits sehr viel künftigen Erfolg vorwegnimmt.

SpaceX-Aktie: Kontroverser Hype

Trotz des großen Hypes gilt der historische Börsengang auch als kontrovers, da die Bewertung von SpaceX extrem hohe Erwartungen an die Zukunft einpreist. Das Unternehmen wird zwar als technologischer Vorreiter gefeiert, schreibt aber als Gesamtkonzern noch Verluste und hängt wirtschaftlich stark am Erfolg von Starlink. Gleichzeitig sollen teure Zukunftsprojekte wie Starship, KI-Infrastruktur und mögliche Rechenzentren im All die Bewertung rechtfertigen, obwohl viele dieser Geschäftsmodelle noch nicht bewiesen sind. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von Elon Musk. Er behält trotz Börsengang die Kontrolle über die Stimmrechte, während neue Aktionäre nur begrenzten Einfluss haben. Kritiker sehen deshalb weniger einen klassischen Börsengang als eine Wette auf Musks Visionen, zu einem Preis, der kaum Raum für Enttäuschungen lässt.

Zum Artikel

Erstellt:
12. Juni 2026, 14:38 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen