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Mit neuem Mut nach Unterhaching

Linksverteidiger Dan-Patrick Poggenberg blickt zuversichtlich auf die nächste Aufgabe der Drittliga-Fußballer aus dem Fautenhau

„Wir fahren dorthin, um zu gewinnen. Punkt.“ Dan-Patrick Poggenbergs Ansage ist klar. Aspachs Drittliga-Fußballer fahren nicht nach Unterhaching, um dort morgen ab 14 Uhr die Punkte einfach nur abzuliefern. Der Drittletzte will beim Drittplatzierten den dritten Auswärtssieg der Saison landen. Auch wenn Linksverteidiger Poggenberg und seine Mitstreiter nur Außenseiter sind.

Dan-Patrick Poggenberg ist diese Saison regelmäßig für die SG am Ball. Als Linksverteidiger zählt er bisher fast immer zur Startelf. Foto: A. Becher

© Tobias Sellmaier

Dan-Patrick Poggenberg ist diese Saison regelmäßig für die SG am Ball. Als Linksverteidiger zählt er bisher fast immer zur Startelf. Foto: A. Becher

Von Uwe Flegel

„Ich bin tatsächlich mal völlig ohne Verletzungsprobleme“, erzählt Dan-Patrick Poggenberg und rechnet sich gute Chancen aus, im Duell mit dem Ex-Erst-Bundesligisten aus dem Münchner Speckgürtel zur Aspacher Startelf zu zählen. Dass der 27-Jährige die Sache mit der Verletzungsfreiheit erwähnen muss, liegt auch daran, dass dies in den vergangenen vier Jahren nicht immer der Fall war. In seiner dreijährigen Zeit beim MSV Duisburg zum Beispiel war er wegen einer langwierigen Sprunggelenksverletzung sowie eines Schienbeinbruchs zweimal monatelang außer Gefecht. Vergangene Saison hatte der SG-Zugang im Fautenhau in der Vorrunde viel Pech. Erst ein Sehnenriss im Oberschenkel, dann ein Innenbandriss im Knie. Ärgerlich und nervig für einen ehrgeizigen Sportler. „Mann will fit sein, zeigen was man kann, sich dem sportlichen Wettkampf im eigenen Team und mit dem Gegner stellen“, sagt der in Bad Oldesloe geborene Fußballer, der es vor seiner Zeit im Schwabenland auf 39 Drittligaspiele für Chemnitz und Duisburg sowie 16 Zweitligaspiele für den MSV gebracht hatte. Mehr verhinderten die Verletzungen, die ihn vor allem in den drei Jahren bei den Zebras plagten. „Vor Duisburg hätte ich jedem gesagt, dass mir so was nicht passiert“, sagt er heute rückblickend.

Entsprechend dürfte es in ihm ausgesehen haben, als es in Aspach gerade so weiter zu gehen schien. „Es ist ärgerlich und nervtötend, sich immer wieder an sein Leistungsvermögen zurück kämpfen zu müssen“, macht er klar, dass ständige Verletzungen irgendwann auch für die Psyche nicht mehr ganz so einfach sind. Wobei die Pechsträhne – so hofft der Blondschopf – nun der Vergangenheit anzugehören soll. „Ich habe diesen Sommer das erste Mal seit langem die Vorbereitung komplett mitgemacht“, berichtet er erleichtert. Prompt zählte er bei fünf der bisherigen acht Punktspiele in dieser Saison zur Startelf und sagt: „Ich bin froh, dass Aspach mir die Chance gegeben hat.“ Obwohl die erste Runde im Fautenhau keine Erfolgsgeschichte war, glaubt die SG an den Abwehrspieler und verlängerte den Vertrag um ein Jahr plus Option auf ein weiteres Jahr.

„Mir gefällt es hier sehr gut, sonst hätte ich nicht verlängert“, schätzt aber auch Poggenberg das, was er am Klub aus dem Fautenhau und seinen Mitspielern hat. „Es passt ganz gut“, sagt der 27-Jährige, dessen erste Begegnungen mit der SG nicht so angenehm war. Mit dem VfL Wolfsburg II scheiterte das Nordlicht, das über seinen Heimatverein Preußen Rheinfeld sowie den SV Eichede und Holstein Kiel zur U 23 der Wölfe gekommen war, im Juni 2014 in der Relegation zur Dritten Liga an Großaspach.

Zwischenzeitlich fühlt er sich unter den Schwaben durchaus wohl. Etwas, das einfach nicht nur so daher gesagt ist. Dan-Patrick Poggenberg ist keiner, der seine Birne nur für Kopfbälle benötigt. Schon in den Jahren zuvor hat er per Fernstudium in Betriebswirtschaftslehre den Bachelor erworben. Ab Oktober will er den Master draufsatteln. „Mein Fokus liegt aber klar auf Fußball“, sagt der Linksfuß und erklärt: „Ich mache das mit dem Studium ja schon einige Zeit und habe festgestellt, dass es mir gut tut, mich mit so etwas nebenher zu beschäftigen.“ Der 1,84 Meter große Abwehrmann zählt zu jenen Menschen, die über den Tellerrand hinausblicken. Eine Eigenschaft, die dem 27-Jährigen in den vergangenen vier Jahren geholfen hat, den einen oder anderen harten Monat zu überstehen und die nächsten Aufgaben mit Mut und Optimismus anzugehen.

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Erstellt:
20. September 2019, 06:00 Uhr

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