„Tatort“-Vorschau aus Zürich
In der Nacht killt der Mensch nicht gern alleine
Im „Tatort – Könige der Nacht“ müssen die Schweizer Ermittlerinnen Tessa Ott und Isabelle Grandjean den Mord an einem Callboy aufklären – aber eben nicht nur.
© SRF/Sava Hlavacek
Pech für die beiden Einbrecher: Auch Kommissarin Tessa Ott (Carol Schuler, r.) und ihre Kollegin Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) sind gerade in der Wohnung des Opfers.
Von Tom Hörner
Man müsste mal untersuchen, wie viele Krimis in der Nacht beginnen. Und ob das ein Indiz für die Qualität des Films ist. Auch der neue „Tatort“ aus Zürich beginnt in der Nacht, was bei dem Titel „Könige der Nacht“ vielleicht nicht ganz so verwunderlich ist. Durch eben jene Nacht radelt die schwarze Pizzabotin Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi), und man merkt der Frau an, dass sie sich nicht sonderlich wohlfühlt in ihrer Haut. Das wird nicht besser, als sie mit ihren drei Pizzakartons ein Hochhaus betritt und hinauffährt mit dem Aufzug zu einem Penthouse im 23. Stock. Dort begegnet ihr ein junger, wohl künstlich erblondeter und eigentlich sehr freundlicher junger Mann.
Wenn sie dem jungen Mann wenig später begegnet, wird er in Planen verpackt von zwei in weißen Overalls steckenden Gestalten aus dem Hochhaus geschleppt. Tags darauf liegt er – die Pizzabotin joggt gerade an der Limmat entlang, um den Kopf frei zu bekommen – nackt und erkaltet am Flussufer und wird von Passanten begafft. Warum die junge Frau den mutmaßlichen Mord an dem Callboy nicht gemeldet hat, ist zu diesem frühen Zeitpunkt längst klar: Sie stammt aus Äthiopien und lebt mit ihrem jungen Begleiter als untergetauchte Migrantin in der Schweiz.
Regisseur mit Thriller-Erfahrung
Und ja: Die Ermittlerinnen Tessa Ott (Carol Schuler) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) haben es in ihrem elften Fall auch mit einem Flüchtlingsdrama zu tun. Aber eben nicht nur, denn Drehbuchautor Mathias Schnelting hat allerlei geschickte Wendungen eingebaut. Und dass der Schweizer Regisseur Claudio Fäh sein Handwerk inzwischen hauptsächlich in Hollywood ausübt und eine gewisse Erfahrung mit Thrillern gesammelt hat, scheint dem jüngsten „Tatort“ aus der Schweiz auch nicht wirklich zu schaden.
De Schauspieler des heutigen Tatorts
Tessa Ott (Carol Schuler)
Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher)
Anita Wegenast (Rachel Braunschweig)
Noah Löwenherz (Aaron Arens)
Milan Mandic (Igor Kovac)
Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi)
Justus Reynier (Basil Eidenbenz)
Christian Brock (Liliom Lewald)
Marcel de Winter (Tim Borys)
Yaro Alemu (André Nkot Olinga)
Ruben Jovanov (Yves Weckemann)
Lukas Keller (Yusuf Arslan)
Dr. Urs Jacobi (Stefan Merki)
Sanaa Mukambo (Nancy Mensah-Offei)
Evelyn Jacobi (Dagny Gioulamix)
Der Tatort in der Mediathek
In der ARD-Mediathek sind alle Tatort-Folgen sechs Monate lang als Stream verfügbar. Aus Jugendschutzgründen kann der Tatort nur zwischen 20 Uhr und 6 Uhr gestreamt werden.
Gleichzeitig zur TV-Ausstrahlung zeigt das Erste den aktuellen Tatort auch als Livestream: Hier geht es zur ARD-Mediathek
TV-Ausstrahlung: Sonntag, 20.15 Uhr, ARD
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Ganz geheuer ist der Fahrradbotin Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi) die Sache nicht, die ihre Pizza im 23. Stock eines fast leeren Hochhauses abliefern muss. Obwohl sie von Ruben Jovanov (Yves Weckemann) nichts zu befürchten hat.
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Im Penthouse scheint gerade eine Party zu steigen. So viel darf schon mal verraten werden: Der Auftritt von Yves Weckemann als Stricher Ruben Jovanov ist nur von kurzer Dauer.
© SRF/Sava Hlavacek
Leichenfund an der Limmat: Es ist nicht der einzige Tote, mit dem sich Kommissarin Tessa Ott (Carol Schuler, l.) und ihre Kollegin Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) beschäftigen müssen.
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Sanaa Mukambo (Nancy Mensah-Offei, r.) hat erfahren, dass ihre beiden illegalen Mitbewohner an die Polizei verraten wurden. Also müssen sich Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi.) und Yaro Alemu (André Nkot Olinga) eine neue Bleibe suchen.
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Sind die beiden in Gefahr? Die Kommissarinnen Tessa Ott (Carol Schuler, 2.v.r.) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, r.) nehmen Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi.) und Yaro Alemu (André Nkot Olinga) sicherheitshalber auf die Wache mit.
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Noah Löwenherz (Aaron Arens, re.) will eigentlich eine Auszeit einlegen. Also bekommt er Unterstützung durch ein neues Mitglied der Kantonspolizei Zürich, Justus Reynier (Basil Eidenbenz).
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Wie macht sich der Neue? Die Kommissarinnen Tessa Ott (Carol Schuler, l.) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) decken Justus Reynier (Basil Eidenbenz) schon mal mit Arbeit ein.
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Auf dem Kommissariat kommen Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi) Zweifel, ob sie tatsächlich aussagen will.
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Staatsanwältin Anita Wegenast (Rachel Braunschweig) hat etwas über Moya Alemu herausgefunden, was dem Verbleib der Frau in der Schweiz nicht gerade förderlich sein dürfte.
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Was suchen die beiden Typen in der Wohnung des Opfers? Lukas Keller (Yusuf Arslan, l.) und Christian Brock (Liliom Lewald, r.) sind nicht astrein, aber haben sie auch was mit dem Mord zu tun?
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Die Ermittlerinnen Tessa Ott (Carol Schuler, l.) und Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) finden in der Wohnung des Opfers wichtige Hinweise.
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Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi) und Yaro Alemu (André Nkot Olinga) betrachten die Fotos, die der Junge gemacht hat. Die Kamera wird noch eine wichtige Rolle spielen.
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Ein sicherer Verbleib tut Not: Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, r.) hat da so eine Idee, wo sie Moya Alemu (Nambitha Ben-Mazwi) und Yaro Alemu (André Nkot Olinga) für ein paar Nächte unterbringen kann.
