3500 Meter neue Nahwärmeleitungen in Sulzbach verlegt

Die Wärmewende in Sulzbach geht voran. Das erweiterte Netz versorgt weitere 70 Gebäude mit Wärme aus erneuerbaren Quellen.

Zufriedene Gesichter bei der Baustellenbesichtigung (von links): Achim Albrecht, Christoph Lohrmann, Veronika Holz, Werner Joos, Björn Schwarz, Heiko Weber, Bernd Schneider und Peter Stadelmaier. Foto: privat

Zufriedene Gesichter bei der Baustellenbesichtigung (von links): Achim Albrecht, Christoph Lohrmann, Veronika Holz, Werner Joos, Björn Schwarz, Heiko Weber, Bernd Schneider und Peter Stadelmaier. Foto: privat

Sulzbach an der Murr. Die Süwag Grüne Energien und Wasser AG&Co. KG (kurz SGEW) hat die umfangreichen Ausbauarbeiten am Nahwärmenetz in Sulzbach an der Murr planmäßig abgeschlossen. Seit dem Spatenstich im Herbst 2024 wurden rund 3500 Meter neue Rohrleitungen verlegt. Damit erhalten nun 70 weitere Gebäude – überwiegend Einfamilienhäuser sowie kleinere Mehrfamilienhäuser – klimaschonende Wärme. Die Arbeiten erstreckten sich vom Ortskern bis in das Wohngebiet Hofäcker. Bis Mai wurden zudem alle Oberflächen wie Gehwege und private Vorgärten wieder vollständig hergerichtet.

„Alles in allem sind wir gut vorangekommen. Nur in der Heizzentrale warteten ein paar Herausforderungen auf uns“, betonte Christoph Lohrmann, der verantwortliche Projektingenieur bei der SGEW. Um die gestiegene Nachfrage zu bedienen, mussten zwei neue Pufferspeicher und ein zweiter Abgaswärmetauscher installiert werden. Da der neue Wärmetauscher nicht in das Gebäude passte, musste die SGEW kurzfristig den massiven 800-kW-Holzhackschnitzelkessel versetzen und sämtliche Anschlüsse erneuern. „Dafür lief aber die Zusammenarbeit mit unseren Partnerfirmen Tiefbau Eichele und Rohrbau Gmünd absolut reibungslos“, so Lohrmann. „Auf solche verlässlichen Dienstleister zählen zu können, ist bei so einem komplexen Projekt Gold wert.“

Das Projekt trägt zur lokalen CO2-Einsparung bei: Rund 90 Prozent der erzeugten Wärme stammen aus erneuerbaren Quellen – 50 Prozent liefert eine Biogasanlage, 40 Prozent der Holzhackschnitzelkessel. Der fossile Spitzenlastkessel kam in der jüngsten Winterperiode lediglich an besonders kalten Januartagen zum Einsatz. Nach dem Anschluss der 70 Gebäude stellt die SGEW in Sulzbach insgesamt jährlich rund neun Millionen Kilowattstunden Wärme zur Verfügung.

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Auch die Gemeindeverwaltung zieht eine positive Bilanz. Dank eines bestehenden Wegenutzungsrechts konnte die SGEW die Leitungen effizient und ohne bürokratische Hürden verlegen. Bürgermeisterin Veronika Holz erklärte dazu: „Wir sind froh, mit der Süwag einen starken Partner an unserer Seite zu haben. Dass die Umsetzung der Wärmewende hier so professionell und eigenständig vorangetrieben wird, entlastet die Gemeindeverwaltung enorm und bietet unseren Bürgerinnen und Bürgern eine zukunftssichere Heizalternative.“

Die SGEW betreibt das Wärmenetz in Sulzbach seit 1997. Was mit der Versorgung des Wohngebiets Ziegeläcker und des Schulzentrums begann, wurde über die Jahre kontinuierlich ausgebaut. Projektingenieur Christoph Lohrmann begleitet den Ausbau seit 2009 von der technischen Planung über die Bauleitung bis hin zur persönlichen Kundenberatung an den Küchentischen der Anwohner. Auch wenn derzeit keine weiteren Großprojekte geplant sind, bleibt das Interesse hoch: „Die Kapazitäten für weitere Anschlüsse entlang der bestehenden Trassen sind vorhanden. Wir setzen nun auf punktuelle Nachverdichtungen, um das Netz noch effizienter zu machen“, so Lohrmann abschließend. pm

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Erstellt:
9. Juni 2026, 06:00 Uhr

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