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Abwehrspieler Wittek: Auch Profis müssen Opfer bringen

dpa/lhe Darmstadt. Darmstadts Abwehrspieler Mathias Wittek arbeitet an seinem Comeback. Auch wenn er selbst nicht mehr eingreifen kann, wünscht er sich, dass die Saison zu Ende gespielt wird - notfalls auch ohne Zuschauer. An diesem Montag wird er 31 Jahre alt.

Darmstadts Mathias Wittek (l) und Marcel Franke umarmen sich nach dem Spiel. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

Darmstadts Mathias Wittek (l) und Marcel Franke umarmen sich nach dem Spiel. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

Auch ohne Corona-Krise ist für Mathias Wittek an aktiven Fußball derzeit nicht zu denken: Der Innenverteidiger vom Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 riss sich im November Kreuz- und Außenband und fällt voraussichtlich zehn bis zwölf Monate aus. Obwohl das öffentliche Leben stark eingeschränkt ist, hat er persönlich Glück, kann weiter seine Reha absolvieren und macht dabei gute Fortschritte, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Ungeachtet der Tatsache, dass er nicht mehr selbst eingreifen kann, wünscht sich Wittek, dass die laufende Saison zu Ende gespielt wird. „Es ist doch sportlich noch nichts entschieden. Es wäre unbefriedigend, wenn das offenbliebe“, sagte der gebürtige Pole, der in der Jugend des TSV 1860 München ausgebildet wurde und Anfang 2019 vom 1. FC Heidenheim nach Darmstadt kam.

„Notfalls sollte es Geisterspiele geben, auch wenn Fußball ohne Fans natürlich doof ist“, sagte Wittek. „Aber wir müssen alle Kompromisse eingehen und Abstriche machen, damit das Große und Ganze möglichst bald wieder funktioniert.“

Diese Kompromisse umfassen aus seiner Sicht auch Einschnitte beim Gehalt: „Ich denke, dass ein Gehaltsverzicht überall ein Thema wird“, sagte er. „Es sollen ja möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. Da bleibt es nicht aus, dass auch die Profis Opfer bringen müssen.“

An diesem Montag wird Wittek 31 Jahre alt. Nach einem großen Fest zum runden Geburtstag vergangenes Jahr gibt es diesmal eine Feier mit seiner Frau und den drei Kindern zwischen vier Monaten und vier Jahren. „Ich bin nicht traurig, wenn es diesmal etwas ruhiger ist“, meinte er.

Große Wünsche habe er nicht - außer Gesundheit für seine Familie und sich. „Und ich hoffe, dass wir das, was wir derzeit erleben, als Gesellschaft gut in den Griff bekommen und dass das alles ein positives Ende nimmt.“

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Erstellt:
29. März 2020, 09:34 Uhr

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