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Arbeitsmarkt: Förderung hilft Eltern, Frauen und Älteren

dpa/lsw Stuttgart. Arbeitslose Eltern und deren Kinder stehen im Mittelpunkt der Neuauflage eines Arbeitsmarktprogramms des Landes. „Wir sehen, dass Armut häufig vererbt wird. Und das wollen wir durchbrechen“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Montag in Stuttgart. Unterstützt werden außerdem Langzeitarbeitslose, besonders zwei davon stark betroffene Gruppen: Frauen und Menschen über 50. Das Programm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ gibt es seit 2016. In diesem Jahr gibt das Land rund 3,1 Millionen Euro dafür aus.

Rund 1,65 Millionen Euro fließen in die Unterstützung von Familien, in denen die Eltern arbeitslos sind oder „aufstocken“. Es sollen Projekte gefördert werden, die betroffene Familien niedrigschwellig ansprechen und beraten. Denn Betroffene können sich laut der Geschäftsführerin des Mannheimer Arbeitsförderungsbetriebs Biotopia, Sabine Neuber, wegen der Abhängigkeit von Jobcenter und Jugendamt fremdbestimmt fühlen. Es entstehe auch Trotz und Argwohn gegenüber Behörden. Im vergangenen Jahr wurden zwölf Projekte gefördert, 2020 kommen zehn weitere dazu.

Auch vom Jobcenter unabhängige Zentren, die Langzeitarbeitslose beraten, sollen von dem Programm profitieren. Außerdem können Ideen eingereicht werden, wie arbeitslose Frauen und ältere Menschen besser unterstützt werden können. Die Projekte sollen im Juli beginnen und werden vom Land mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt.

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Erstellt:
13. Januar 2020, 14:14 Uhr

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