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Artenschützer nehmen Kampf gegen Asiatische Hornisse auf

dpa/lsw Mannheim. Die Asiatische Hornisse ist durch globalen Handel nach Europa gekommen. Jetzt bedroht das eingeschleppte Insekt auch in Baden-Württemberg die Bienenvölker - und ruft die Artenschützer auf den Plan.

Schädlingsbekämpfer halten nach einer Bergung ein Nest von Aisiatischen Hornissen in den Händen. Foto: Gerhard Rietschel/Stadt Mannheim/dpa

Schädlingsbekämpfer halten nach einer Bergung ein Nest von Aisiatischen Hornissen in den Händen. Foto: Gerhard Rietschel/Stadt Mannheim/dpa

Die Asiatische Hornisse, eine ausgemachte Bienenfeindin, ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Auch in Baden-Württemberg ist die Vespa velutina bereits entdeckt und wie kürzlich in Mannheim mit aller Macht bekämpft worden. Mit einem Kran war in der Quadratestadt ein Nest in 30 Metern Höhe aus einem Baum geborgen worden. Auf das große bräunliche Nest hatte ein Nachbar hingewiesen. Die Schädlingsbekämpfer machten nach weiteren Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe mehreren Hundert Hornissen, darunter viele Königinnen, den Garaus. Anschließend wurde das imposante Domizil des unliebsamen Imports aus Asien dem Naturkundemuseum Karlsruhe übergeben.

Nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu war der zwei Zentimeter lange dunkle Exot erstmals 2014 in Waghäusel bei Karlsruhe gesichtet worden. Vermutet wird, dass das Tier aus dem Elsass die Grenze nach Deutschland überquerte. Im Regierungsbezirk Karlsruhe gingen im laufenden Jahr 14 (Vorjahr: 26) Meldungen ein. Gesichtet wurde die eingeschleppte Art aber auch in den Regierungsbezirken Stuttgart und Tübingen. Nach Vorgaben der EU sind die Behörden gehalten die Verbreitung des für den Klimawandel bestens ausgestatteten Bienen-Räubers einzudämmen. Nach Worten der Artenschützerin Juliane Saar vom Regierungspräsidium Karlsruhe räubern die Asiatischen Hornissen ganze Bienenvölker aus und zerstören sie. Das Tier aus der Familie der Wespen sei aber für den Menschen nicht gefährlicher als die einheimische Wespe. Saar: „Von Monstern kann gar keine Rede sein.“

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Erstellt:
13. November 2019, 06:16 Uhr

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