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Atommeiler Philippsburg bleibt nach Störfall vom Netz

dpa/lsw Philippsburg. Nach einem Schaden an einem Notstromaggregat bleibt Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg im Kreis Karlsruhe auf unbestimmte Zeit abgeschaltet. Für die Dauer der Ursachenforschung bleibe der Reaktor vom Netz, teilte der Energieversorger EnBW am Donnerstag mit. Wie lange dies dauern werde, sei noch unklar. Das Unternehmen prüfe den Vorfall und lege die Ergebnisse der Aufsichtsbehörde vor. Das Umweltministerium in Stuttgart teilte mit, es handele sich um einen Störfall mit sicherheitstechnischer Bedeutung. Die Aufarbeitung durch die EnBW werde nun beaufsichtigt.

Das Kernkraftwerk in Philippsburg. Foto: Uli Deck/Archivbild

Das Kernkraftwerk in Philippsburg. Foto: Uli Deck/Archivbild

Den Angaben zufolge war eine Undichtigkeit aufgetreten, die genau untersucht werden müsse. Die undichte Stelle war den Angaben zufolge am internen Kühlkreislauf des Dieselmotors, der das Aggregat antreibt, entdeckt worden. Einen vergleichbaren Schaden am gleichen Aggregat habe es bereits im April 2018 gegeben. Block 2 war 1984 in Betrieb gegangen.

Im Südwesten sind noch zwei Atomkraftwerksblöcke in Betrieb. In Philippsburg endet die Stromproduktion spätestens Ende 2019, in Neckarwestheim spätestens Ende 2022. Jeweils ein Block an beiden Standorten ist bereits stillgelegt und wird abgebaut.

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Erstellt:
6. Juni 2019, 19:10 Uhr

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