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Auerhahn erschlagen: Aufruf nach Videobeweisen erfolglos

dpa/lsw Feldberg. Der Vorfall sorgte für Aufsehen: Zwei Besucher eines Volksfestes schlagen einen unter Artenschutz stehenden Auerhahn tot. Passanten sollen das gefilmt oder fotografiert haben. Die Polizei hoffte deshalb auf Videobeweise.

Ein vier Monate alter Auerhahn wird ausgewildert. Foto: Michael Reichel/Archivbild

Ein vier Monate alter Auerhahn wird ausgewildert. Foto: Michael Reichel/Archivbild

Zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines Auerhahns am Feldberg im Schwarzwald hat die Polizei keine weiteren Zeugen gefunden. Auch der Aufruf, sich mit Videoaufnahmen oder Fotos zu melden, habe nichts bewirkt, sagte eine Polizeisprecherin. Der Fall werde nun weiter untersucht. Ermittelt wird gegen zwei 20 und 22 Jahre alte Männer. Sie sollen am 10. August am Feldberg am Rande eines Volksfestes den Auerhahn erschlagen haben. Die Tat ereignete sich abseits von Wanderwegen. Den Angaben nach war sie von Passanten beobachtet, gefilmt oder fotografiert worden. Die Polizei hatte daher Wanderer und Ausflugsgäste um Hinweise gebeten.

Der Polizei zufolge waren die Männer betrunken. Sie selbst geben an, von dem Auerhahn attackiert worden zu sein und aus Notwehr gehandelt zu haben. Danach seien sie von einer aufgebrachten Menge von zehn Personen angegriffen worden. Der Fall fand überregional Beachtung.

Das Auerhuhn ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Im Schwarzwald geht der Bestand seit rund 100 Jahren zurück. Das Töten eines Tiers ohne vernünftigen Grund ist laut Tierschutzgesetz verboten. Es drohen demnach bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafen.

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Erstellt:
24. August 2019, 10:58 Uhr

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