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Batterieforschung: Landtag diskutiert Entscheidung gegen Ulm

dpa/lsw Stuttgart. Münster statt Ulm - dieses Votum des Bundes als Standort zur Batterieforschung sorgt in Baden-Württemberg für viel Unmut. Der dürfte an diesem Mittwoch auch im Landtag zum Ausdruck kommen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Foto: Christoph Soeder/Archivbild

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Foto: Christoph Soeder/Archivbild

Die umstrittene Entscheidung des Bundes, Münster und nicht Ulm zum Standort für die Batterieforschung zu machen, ist heute Thema im Landtag. Die oppositionelle SPD hat eine Debatte beantragt mit dem Titel „Karliczek bootet Baden-Württemberg aus – die Standortentscheidung zur Batteriezellenforschung muss revidiert werden“. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte Münster in Nordrhein-Westfalen den Zuschlag gegeben. Damit hadert das Land Baden-Württemberg.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) brachte in einem Brief an Karliczek ihre Zweifel am Zuschlag für Münster zum Ausdruck - etwa mit Blick auf die Kompetenzen und die Kapazitäten von Münster in der Batterieforschung. Zudem bat sie Karliczek, sich im Bund bei noch laufenden Ausschreibungsverfahren für Baden-Württemberg einzusetzen. „Forschungsexzellenz und industrielle Wertschöpfung in Deutschland lassen sich nur erhalten, wenn wir gemeinsam und an der richtigen Stelle etwas dafür tun“, heißt es in dem Brief vom Dienstag. Ziel müsse es sein, sehr schnell eine konkurrenzfähige industrielle Massenfertigung von Batteriezellen in Deutschland aufzubauen.

Batteriezellen gelten als Schlüsseltechnologie für die E-Mobilität. Die Bundesregierung will in der Batterietechnologie im internationalen Wettbewerb aufholen und kurbelt die Forschung mit 500 Millionen Euro an - Geld, das nun nach Nordrhein-Westfalen fließt.

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Erstellt:
10. Juli 2019, 02:39 Uhr

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